Energie für die grüne Wende

Afrika hat den Stoff, den Europa sucht

Selbst Solarenergie kommt in Nigeria nicht immer ohne Militärschutz aus.
Selbst Solarenergie kommt in Nigeria nicht immer ohne Militärschutz aus. APA / AFP / Boureima Hama
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Afrika soll Europa mit grünem Wasserstoff versorgen. Doch nicht nur dort wächst der Widerstand dagegen. Für Österreich ist vor allem ein Land relevant.

Der eben erst zurückgetretene Klimakommissar der Europäischen Union, Frans Timmermans, ließ während seiner Amtszeit keinen Zweifel daran aufkommen, wo Europa seine Freunde für die grüne Wende suchen müsse: „Afrika wird der wichtigste Partner sein, wenn es um die Entwicklung des Sektors der erneuerbaren Energien geht“, erinnerte der Niederländer erst vor wenigen Wochen. Das Potenzial für Solarenergie am Kontinent ist gewaltig, 2050 könnte jede zweite Kilowattstunde Solarstrom auf der Erde hier produziert werden, schätzt die Internationale Energieagentur. Erste Projekte, den afrikanischen Ökostrom via Unterseekabel nach Griechenland oder Spanien zu bringen, gibt es bereits. Doch der Großteil des erneuerbaren Stroms soll in Afrika bleiben, um dort grünen Wasserstoff zu produzieren. Jenen Stoff, den Europa so dringend braucht, damit seine Industrie und seine Schifffahrt einen Weg in die klimafreundliche Zukunft finden.

Bis 2030 will die Europäische Union selbst jährlich zehn Millionen Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen und etwa die gleiche Menge importieren. Bisher sind freilich beide Pläne noch reine Zukunftsmusik.

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