ChatGPT

„The Guardian“ wehrt sich gegen wissbegierige Datenkrake ChatGPT

Nicht nur der „Guardian“ verhindert, dass ChatGPT alle Inhalte der Nachrichtenseite abgreifen kann.
Nicht nur der „Guardian“ verhindert, dass ChatGPT alle Inhalte der Nachrichtenseite abgreifen kann. Unbekannt
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Die Online-Version der britischen Tageszeitung „The Guardian“ blockiert ChatGPT. Die KI von OpenAI darf sich nicht mehr an den Inhalten so einfach bedienen. Die britische Tageszeitung ist damit nicht alleine.

ChatGPT ist nur so gut, wie die Inhalte, die es zum „lernen“ bekommt. Das gilt grundsätzlich für jede KI (Künstliche Intelligenz). Erst recht, wenn es um eine geht, die in die Kategorie „generative KI“ fällt. Also jene, die neue Inhalte auf Basis bestehender Texte erstellt. Doch „The Guardian“ will nicht länger als kostenlose Informationsquelle dienen, um ChatGPT dabei zu helfen, besser zu werden. Denn während „The Guardian“ kostenlos zur Verfügung steht, verlangt OpenAI für die Nutzung der neuesten Version von ChatGPT Geld. Und auch die Frage nach dem geistigen Eigentum ist längst nicht geklärt. 

ChatGPT ist ein niederschwelliges Angebot der Neuzeit. Waren es in den Nullerjahren Google und Wikipedia, dient heute in vielen Fällen ChatGPT als unkomplizierter Antwortgeber. Doch wie aus den älteren Beispielen klar sein sollte, besteht immer die große Gefahr von Desinformation. Davor warnt auch „The Guardian“. 

„Es bestehen jedoch Befürchtungen hinsichtlich der möglichen Massenproduktion von Desinformation und der Art und Weise, wie solche Instrumente aufgebaut sind“, schreibt die britische Zeitung in einem Statement. 

OpenAI, das die Daten, die zum Aufbau des Modells hinter ChatGPT beigetragen haben, nicht offenlegt, kündigte im August an, dass es Webseiten-Betreibern ermöglichen wird, den Zugriff ihres Webcrawlers (einem System, das automatisch das Netz nach Inhalten durchsucht) zu blockieren. Dieser schritt erlaubt aber nicht, Material aus bestehenden Datensätzen wieder zu entfernen. Eine Reihe von Verlagen und Websites blockieren mittlerweile den GPTBot-Crawler. Dazu zählen laut Originalität.ai (eine KI, die KI-Inhalte erkennt), „CNN“, „Reuters“, die „Washington Post“, „Bloomberg“ die „New York Times“, „The Athletic“. 

Doch nicht nur Medien blockieren ihre Webseiten für den OpenAI-Crawler. Die britischen Buchverlage versuchen den Premierminister Rishi Sunak davon zu überzeugen, die Eigentumsrechte der Kreativbranche zu schützen. Im November ist dafür ein Gipfeltreffen anberaumt.  (bagre)

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