Kinderbetreuung

Betreuungslücke: Neues Geld für die Kindergärten

Aktuell gehen 32 Prozent der unter Dreijährigen und 95 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen in den Kindergarten. Gerade bei den Kleineren soll die Quote steigen.
Aktuell gehen 32 Prozent der unter Dreijährigen und 95 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen in den Kindergarten. Gerade bei den Kleineren soll die Quote steigen.Rawpixel
  • Drucken
  • Kommentieren

Gemeinsam mit den Ländern will der Bund die Kinderbetreuung nun doch massiv ausbauen. Beide Elternteile sollen dann viel häufiger Vollzeitjobs nachgehen können.

4,5 Milliarden bis 2030 für den Ausbau der Kinderbetreuung – eine Maßnahme, die man in der ÖVP für einen so großen Wurf hält, dass nicht Familienministerin Susanne Raab, sondern Kanzler Karl Nehammer höchstselbst sie im ORF-„Sommergespräch“ verkündet hat. Bis 2030 wollen Bund und Länder die Summe zur Verfügung stellen, um die Betreuungslücke von Kindern im Alter von einem bis zu drei Jahren zu schließen. Für alle Kinder, die einen Betreuungsplatz brauchen, soll es ab dem ersten Lebensjahr einen geben. Wie das genau vonstatten gehen soll, erklärte tags darauf dann die Familienministerin.

Vorweg: Grundsätzlich hinkt Österreich den EU-Zielen vor allem bei der Kleinkinderbetreuung hinterher. Darum hat die Regierung vergangenes Jahr beschlossen, in den kommenden fünf Jahren insgesamt eine Milliarde Euro für die Elementarpädagogik zu budgetieren. „Zu wenig“, lautete damals die Kritik, eine Milliarde pro Jahr sei notwendig. Dass man nun die Mittel doch noch erhöht, erklärt Raab mit den gerade laufenden Verhandlungen zum Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern für die kommenden fünf Jahre. „Das ist ein entscheidendes Momentum“, sagte sie.

Der Stufenplan

Gemeinsam mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut Eco Austria habe man eine Bedarfsanalyse durchgeführt, deren Ergebnis abseits der bereits genannten Summe von 4,5 Milliarden Euro ein Stufenplan bis zum Jahr 2030 ist. Er orientiert sich im Wesentlichen an drei Faktoren: dem Betreuungsbedürfnis je nach Altersgruppe, der Qualität der Kinderbetreuung und der sogenannten VIF-Konformität. Letztere bezeichnet die Vereinbarkeit der Kinderbetreuung mit einer Vollzeittätigkeit beider Eltern.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.