Heineken leidet unter flauem Bierabsatz

Heineken leidet unter flauem Bierabsatz
Heineken leidet unter flauem Bierabsatz(c) REUTERS (STEPHEN HIRD)
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Der Brau-Union-Eigentümer meldet im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang von 17 Prozent. Der niederländische Bierriese Heineken will sein Sparprogramm verschärfen.

Wien/ES/AG. Der niederländische Bierriese Heineken hat am Mittwoch angekündigt, sein Sparprogramm zu verschärfen. Bis Ende 2014 sollen 625 Mio. Euro statt wie geplant 100 Mio. Euro eingespart werden. Denn das erste Halbjahr (Jänner bis Juni) ist schlecht gelaufen. Vor allem auf dem wichtigsten Markt Europa ging der Bierabsatz merklich zurück.

Auch die schwache Verbraucherstimmung in den USA und der nachlassende Absatz in den Schwellenländern haben das Ergebnis gedrückt. Der Nettogewinn des drittgrößten Bierkonzerns der Welt ging mit 649 Mio. Euro um 17 Prozent zurück.

Heineken ist seit zehn Jahren Eigentümer der österreichischen Brau Union (Zipfer, Gösser, Schwechater, Puntigamer, Reininghaus). Diese gibt keine Halbjahreszahlen bekannt. 2012 fiel das Betriebsergebnis der Brau Union von 79,3 Mio. im Jahr 2011 auf 56,3 Mio. Euro zurück, was der Konzern aber nicht auf den schwachen Absatz, sondern auf einen Einmaleffekt wegen neuer Rechnungslegungsvorschriften zurückführt.

Bierdurst der Österreicher stabil

„Das erste Halbjahr 2013 ist nach einem guten Start wegen der Kälte im Mai und im Juni schlecht verlaufen“, sagt Brau-Union-Generaldirektor Markus Liebl. „Das Minus haben wir aber in den Monaten Juli und August mehr als ausgeglichen.“ Von den Sparmaßnahmen des Mutterkonzerns sei die Brau Union nur insofern betroffen, als „wir versuchen, so effizient wie möglich zu arbeiten“.  Sorgen müsse man sich keine machen, der Bierkonsum der Österreicher sei stabil, vor allem die Nachfrage nach Mischgetränken wie dem Radler und alkoholfreien Bieren sei stark.

Das bestätigt auch Ottakringer-Konzernchef Sigi Menz. Bei den Sorten würden sich vor allem Lager und helles Märzen bewähren. „Wir sehen aber auch eine wachsende Vorliebe für Spezialbiere“, so Menz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.08.2013)

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