Ein VP-Bundesrat soll ungarische Schüler zum Schein in seiner Gemeinde angemeldet haben.
Im Burgenland muss sich ein weiterer Ortschef wegen mutmaßlicher Scheinanmeldung von ungarischen Schülern in seiner Gemeinde vor Gericht verantworten: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat gegen den Bürgermeister und ÖVP-Bundesrat aus dem Südburgenland Anklage wegen Amtsmissbrauch eingebracht. WKStA-Sprecher Erich Mayer bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des ORF Burgenland.
Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig, der Bürgermeister kann somit noch Einspruch einlegen. Er hatte bereits in der Vergangenheit öffentlich eingeräumt, im Hinblick auf die Anmeldung ungarischer Schüler einen Fehler gemacht zu haben. Von ihm stammt auch die Anregung, dass über den Schulbesuch in der jeweils betroffenen Gemeinde von den Verantwortlichen - Schuldirektor sowie Lehrer, Eltern und Gemeindevertreter - individuell entschieden werden sollte.
(APA)