Pizzicato

Der Kurzfilm

Keine Chance für den Kurz-Blockbuster bei der Biennale und der Viennale. Batman Basti oder Bad Man? Was soll das alles? „I‘ll be back.“

Für die Biennale in Venedig, die in diesen Tagen am Lido zu Ende geht, hat es dann doch nicht gereicht. Wie die Hollywood-Stars, wie George Clooney und Co. à la James Bond durch die Kanäle zu brausen, das hätte fürwahr ein famoses Bild abgegeben – und eine tolle Promotion für die Premiere von „Kurz – der Film“. Ein Plausch mit Woody Allen, ein Handshake mit Bradley Cooper, ein Selfie mit Julia Roberts: Das wär’s halt gewesen für den Protagonisten.

Sebastian Kurz musste es ein paar Nummern kleiner geben. Für die Viennale im Oktober war vermutlich der Goodwill seitens der Veranstalter und der Stadt Wien nicht da: der Altkanzler als rotes Tuch für das Rathaus. Der rote Teppich für die Fangemeinde musste eben anderswo ausgerollt werden. Dabei prangte just im roten Transdanubien ein überlebensgroßes Kurz-Konterfei wie für einen Blockbuster, einen Superheldenfilm: Batman Basti – oder Bad Man? Der Floridsdorfer Michael Ludwig musste dies jedenfalls als Angriff auf seine Oberhoheit aufgefasst haben.

Tatsächlich hat der größte steirische Filmschauspieler aller Zeiten in der Doku einen Kurzauftritt – von Klaus Maria Brandauer ist hier nicht die Rede. Ob sich Sebastian Kurz indessen das Mantra Arnold Schwarzeneggers zu Herzen nimmt? I’ll be back. Die noch größere Frage lautet freilich: Ein Oscar für Sebastian?

E-Mails an: thomas.vieregge@diepresse.com


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