ATX startet etwas tiefer in den Handel

Marktbericht. Syrien und Konjunkturdaten sind weiterhin im Fokus der Anleger. Strabag und Warimpex sind im Fokus. Strabag hat die Verluste deutlich reduziert, Warimpex hat das Ergebnis ins Minus gedreht.

Wien. Die Wiener Börse hat sich am Freitag im Frühhandel mit etwas tieferen Notierungen gezeigt. Auch das europäische Umfeld tendierte überwiegend im Minus. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.453,71 Punkten nach 2.458,39 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 4,68 Punkten bzw. 0,19 Prozent.

Weiterhin bleibt die Situation in Syrien das marktbeherrschende Thema. Ein unmittelbarer Angriff des Landes seitens des Westens scheint derzeit nicht bevorzustehen. In der Nacht auf Freitag hat das britische Parlament gegen einen Militärschlag gestimmt. Die Regierung unter Premierminister David Cameron beugte sich dem Votum. Für merkliche Entspannung sorgte die Nachricht jedoch nicht. Unklar ist derzeit, ob die USA einen Alleingang gegen Syrien wagen, hieß es von Marktteilnehmern.

Daneben könnten auch neue Konjunkturdaten in den Blickpunkt rücken. Sowohl in Europa als auch in den USA stehen heute Stimmungsindikatoren auf der Agenda. So wird die Europäische Kommission am späten Vormittag ihre Daten zum Wirtschafts- und Industrievertrauen in der Eurozone bekanntgeben. In den USA werden am Nachmittag Zahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager und Verbraucher erwartet.

In Wien setzte sich die Berichtssaison mit den Bilanzen von Strabag und Warimpex fort. Im ersten Halbjahr hat die Strabag ihre Verluste deutlich zurückgefahren. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 26 Prozent auf minus 122,81 Mio. Euro, der Periodenverlust um ein Drittel auf 105,48 Mio. Euro. Zudem hat der Bauriese seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Im Frühhandel lagen die Aktie um 0,67 Prozent im Minus bei 16,34 Euro.

Dagegen zogen Warimpex um 0,99 Prozent auf 1,32 Euro an. Unterm Strich stand nach sechs Monaten ein Periodenergebnis von minus 5,7 Mio. Euro. Das Ergebnis habe wegen Beteiligungen an Joint Ventures ins Minus gedreht.

Unter den Indexschwergewichten zeigten sich OMV (minus 0,55 Prozent auf 35,41 Euro) und Erste Group (minus 0,55 Prozent auf 24,56 Euro) schwächer. Daneben gaben Raiffeisen klare 1,08 Prozent auf 26,02 Euro ab und Vienna Insurance büßten 1,71 Prozent auf 38,81 Euro ein. Auch in einem europäischen Branchenvergleich waren Bank-und Versicherungswerte im Minus angesiedelt.

Der ATX Prime notierte bei 1.202,62 Zählern und damit um 0,17 Prozent oder 2,1 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 18 Titel mit höheren Kursen, elf mit tieferen und drei unverändert. In fünf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 293.354 (Vortag: 564.078) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 9,891 (18,28) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.