Trauma Gelsenkirchen

Die Jungen haben es nicht mehr gekannt: Das Parkstadion von Gelsenkirchen.

Die Jungen haben es nicht mehr gekannt: das Parkstadion von Gelsenkirchen. Heute heißt das ja Veltins Arena. Denn was den Deutschen ihr Cordoba, das war den Österreichern ihr Gelsenkirchen. War. Denn die Erinnerung an das Drama ist verblasst, das Trauma aus dem kollektiven Bewusstsein verschwunden wie die Schlachten aus dem Dreißigjährigen Krieg.

Aber man darf getrost eine Kiste Veltins darauf wetten: Gelsenkirchen wird wieder aus der Mottenkiste herausgekramt. Bis zum 11. Oktober, dem Tag des Spiels gegen Schweden in Stockholm, wird kein Tag vergehen, an dem wir nicht in allen Details erfahren werden, wie das damals war, in Gelsenkirchen, beim Entscheidungsspiel auf neutralem Boden, zwischen Österreich und Schweden, in der WM-Qualifikation 1974, das Schweden letztlich mit 2:1 für sich entschied. Schweden fuhr zur WM, Österreich nach Hause.

Die Rache für Gelsenkirchen wird fürchterlich. Allerdings nur, wenn wir gewinnen. Hätten sich die Kasachen mehr angestrengt, hätte auch schon ein Unentschieden gereicht. Wäre Alfred Gusenbauer noch Kanzler, die Kasachen hätten sich nie getraut, gegen Schweden zu verlieren. OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2013)

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