Larry Summers zieht seine Fed-Kandidatur zurück. Raiffeisen notiert nach höherer Risikovorsorge klar schwächer.
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag im Frühhandel mit Aufschlägen gezeigt. Der heimische Leitindex ATX notierte um 9.15 Uhr bei 2503,75 Zählern um 17,28 Punkte oder 0,69 Prozent über dem Freitag-Schluss (2.486,47). Bisher wurden 470.517 (Vortag: 444.270) Aktien gehandelt (Einfachzählung).
Gute Vorgaben aus Übersee und neuesten Entwicklungen um die Nachfolge des scheidenden US-Notenbankchef Ben Bernanke haben den Märkten zum Wochenauftakt europaweit Kursgewinne beschert. Larry Summers, bisher aussichtsreicher Kandidat und Verfechter einer restriktiven Geldpolitik, hat seine Bewerbung für den Posten des obersten Währungshüter überraschend zurückgenommen. Nun gilt die bisherige Fed-Vize-Chefin Janet Yellen als Favoritin, die den expansiven Kurs der US-Notenbank unterstützt.
Von Unternehmensseite lagen wenig Nachrichten vor. Erste Group präsentierten sich nach zwei sehr schwachen Handelstagen heute 1,39 Prozent auf 23,65 Euro höher. Die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) haben indessen am Montag im Frühhandel deutliche Verlust hinnehmen müssen. Die Bankpapiere rutschten bis 9.30 Uhr 4,73 Prozent auf 24,395 Euro ab, nachdem die Bank am Sonntagabend ihre Kreditrisikovorsorge für das laufende Jahr auf "1,1 bis 1,2 Mrd. Euro" erhöht hat.
Bisher war die RBI in ihrem Ausblick von einem Kreditrisiko "auf Vorjahresniveau", das waren 1,009 Mrd. Euro, ausgegangen. Ursache für die Anhebung der Vorsorge seien "vorwiegend Entwicklungen im Kommerzkundengeschäft in den Segmenten Group Corporates, Zentraleuropa und Südosteuropa" teilte die Bank am Sonntagabend ad hoc mit. Der Rest des Ausblicks werde bestätigt.
(APA)