Habe die Ehre von Ibrahim Amir im Nestroyhof: Ehrenmord als Satire.
Ehrenmord als Satire – geht das? Der in Wien lebende syrische Autor und Arzt Ibrahim Amir hat es riskiert, das Stück ist ein Renner – leider nur mehr am 27. und 28. 9. im Theater im Nestroyhof zu sehen: In „Habe die Ehre“, einer „Parallelgesellschaftskomödie“, geht es um eine junge Ehefrau, die einen Liebhaber hat. Dieser wird ermordet, der Frau droht das gleiche Schicksal, doch wer soll die Tat ausführen? Der Familienrat tagt, aber alle wollen sich drücken.
Schauplatzwechsel: Eva Brenners Fleischerei zeigt im Amtshaus Neubau (Hermanngasse) eine Performance zu Jean Zieglers Buch „Aufstand des Gewissens“ mit Zitaten aus seiner nicht gehaltenen Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen 2011, dazu gibt es Livemusik, Rap von Moussa Babapatl (UA, 30. 9., 1. 10.). Im Drachengasse-Theater läuft noch bis 5. 10. Lucy Kirkwoods „Erst war es leer ohne Herz, aber jetzt geht’s wieder“: Dijana, das Leben als Kostenrechnung, eine Mischung aus Revue und Punk (Di-Sa, 20 Uhr).