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Opel und Peugeot Citroen bauen Mini-Vans gemeinsam

Opel Peugeot Citroen Min-Van Saragossa
Opel Peugeot Citroen bauen(c) Bilderbox
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Die beiden Hersteller verkünden erstmals eine Produktion unter einem Dach. Ab 2016 sollen die ersten Autos im spanischen Saragossa vom Band rollen.

Der kriselnde Autohersteller Opel und sein französischer Partner PSA Peugeot Citroen haben die gemeinsame Produktion von Autos unter einem Dach bekanntgegeben. Vorgesehen ist die Fertigung von Mini-Vans für beide Hersteller am Opel-Standort im spanischen Saragossa, wie Opel am Dienstagabend am Stammsitz Rüsselsheim mitteilte. Die Fahrzeuge würden sich je nach Hersteller klar unterscheiden.

Bei den Autos werde es sich um gemeinsam entwickelte Fahrzeuge handeln, die auf einer Konstruktion von Peugeot Citroen aufbauten, teilte Opel mit. Erste Fahrzeuge sollen Ende 2016 in Saragossa vom Band rollen und auf den Markt kommen. Namen konkreter Modelle nannte Opel nicht.

Motoren kommen von Franzosen

Opel fertigt in Saragossa derzeit neben dem Kleinwagen Corsa den Mini-Van Meriva. Bei PSA fällt in die Produktklasse der Citroen C3 Picasso. Ein Opel-Sprecher sagte, in Saragossa werde künftig für beide Hersteller "die nächste Generation dieses Fahrzeugtyps" gebaut.

Opel werde die technische Umsetzung des Projekts betreuen, teilte das Rüsselsheimer Unternehmen mit. PSA liefere Motoren und Getriebe. Die Autos würden "sich erheblich voneinander unterscheiden und vollständig im Einklang mit den Merkmalen der jeweiligen Marke sein", betonte Opel.

GM gehören sieben Prozent von PSA

In den vergangenen Tagen hatten Medien bereits über den möglichen gemeinsamen Bau von Fahrzeugen in Saragossa berichtet. Die Opel-Mutter General Motors (GM) aus den USA und PSA hatten im Februar 2012 eine strategische Allianz geschlossen. GM stieg mit sieben Prozent bei den kriselnden Franzosen ein. Dabei kündigten die Konzerne an, Opel und PSA künftig im Einkauf zusammenarbeiten zu lassen sowie bei der Nutzung von Fahrzeugarchitekturen und Bauteilen.

Opel und PSA leiden im Zuge der Eurokrise unter schwachen Verkaufszahlen. Beide Hersteller verkaufen vor allem auch in Südeuropa Autos, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist. Opel will überschüssige Produktionskapazitäten kürzen und deswegen das Werk Bochum Ende 2014 schließen. Auch PSA hatte das Aus für ein Werk nahe Paris angekündigt.

 

(APA/AFP)