Dünnes Eis.
Vor Kurzem trafen sich einige Weintrinker und -kenner in einem Wiener Innenstadtlokal, um gemeinsam mit Laurenz Moser und seiner Crew 22 Weine zu kosten. „Tasting on thin Ice“ lautete die Devise. Denn es ging um die Frage, ob österreichische Grüne Veltliner mit international renommierten Weißweinen mithalten können. Unter den Konkurrenten befanden sich Weine wie der von Robert Parker mit 100 Punken bewertete Chateau Pape Clément Blanc (wurde Elfter). Antwort: Unter den Top Ten landeten drei Grüne Veltliner, der Silver Bullet 2012 von Laurenz V. holte sich Silber, was sonst. Das war zugleich die gute Nachricht für Laurenz Moser, der im Kamptal ja ausschließlich Grünen Veltliner produziert. Dass heimischer Grüner Veltliner aus österreichischer Sicht international mithalten kann, ist keine große Überraschung. Dieselben Weine von lauter Franzosen oder Deutschen blind verkostet, hätte vermutlich französische bzw. deutsche Sieger hervorgebracht. Im konkreten Fall gewann übrigens der Chardonnay Leithagebirge 2012 vom Weingut Kollwenz. Fazit: Es ist doch super, dass wir wissen, dass wir super sind.
Laurenz V, Grüner Veltliner Silver Bullet 2012, 15,99 Euro bei Wein & Co