Börseschluss. Bisher nicht einmal Teillösungen im Budgetstreit gefunden Monsanto nach Zahlen im Minus.
New York. Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch einheitlich mit etwas tieferen Notierungen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index gab 58,56 Punkte oder 0,39 Prozent auf 15.133,14 Einheiten ab. Der S&P-500 Index fiel um 1,13 Punkte oder 0,07 Prozent auf 1.693,87 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 2,96 Einheiten oder 0,08 Prozent auf 3.815,02 Zähler.
Für Zurückhaltung unter den Investoren sorgten zur Wochenmitte zum einen die schwachen US-Arbeitsmarktdaten. In den USA ist die Beschäftigung des Privatsektors im September weniger als erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich wurden 166.000 neue Stellen geschaffen, wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit 180.000 Jobs gerechnet.
Zum anderem blieb der anhaltende US-Verwaltungsstillstand ein wichtiges Thema am Markt. Seit Monatsbeginn steht die US-Regierung ohne Budget da. Nun kann in der größten Volkswirtschaft der Welt ein längerer Stillstand der Verwaltung nicht mehr ausgeschlossen werden, hieß es. Nicht einmal Teillösungen waren bisher gefunden worden. Dementsprechend erscheint auch eine pünktliche Veröffentlichung des für Freitag anstehenden monatlichen Arbeitsmarktberichts unwahrscheinlich.
Zudem droht der Etatstreit sich mit der bevorstehenden Debatte um die Erhöhung der Schuldenobergrenze des US-Staatshaushalts zu vermengen, kommentierte das Internetportal "politico.com". Bis zum 17. Oktober muss sich der Kongress auf eine Erhöhung einigen, um eine sonst wahrscheinliche Zahlungsunfähigkeit abzuwenden.
Blackberry im Fokus
Unter den Einzelwerten rückten Blackberry in den Fokus. Hoffnungen auf einen weiteren Bieter für den schwer angeschlagenen Smartphone-Pionier haben den Kurs zur Wochenmitte unterstützt. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, hat Blackberry auch das Interesse des Finanzinvestors Cerberus Capital Management und anderer Firmen auf sich gezogen, die auf Engagements bei notleidenden Unternehmen spezialisiert sind. Die Aktie kletterte bis Handelsschluss um 0,51 Prozent auf 7,96 Dollar nach oben, nachdem sie im Verlauf zeitweise noch fünf Prozent im Minus gelegen war.
Indessen büßten Monsanto klare 0,96 Prozent auf 104,04 Dollar ein, nachdem der Agrochemiekonzern Quartalszahlen vorgelegt hatte. Schleppende Saatgutgeschäfte haben den weltgrößten Hersteller von Gen-Nutzpflanzen überraschend tief in die roten Zahlen gedrückt. Der Verlust lag bei 249 Mio. Dollar.
Daneben gaben Alcoa 1,84 Prozent auf 8,02 Dollar ab. Die Deutsche Bank hatte für die Aktien des weltgrößten Aluminiumherstellers eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen und auf die Erwartung niedrigerer Aluminiumpreise verwiesen.
Im Dow Jones verbuchten United Technologies und American Express mit Abschlägen von 2,24 bzw. 1,78 Prozent die deutlichsten Kursrückgänge. Dagegen zogen Microsoft mit einem Plus von 1,01 Prozent auf 33,92 Dollar an die Spitze des US-Leitindex.
Zudem rückten Goldman Sachs in den Blick. Die Aktien gaben bis Handelsschluss 0,21 Prozent auf 158,67 Dollar ab. US-Starinvestor Warren Buffett macht seine Ankündigung wahr und steigt mit einem Anteil von etwa 3 Prozent zu einem der größten Aktionäre der Investmentbank auf.
(APA/dpa-AFX)