Marktbericht. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.494,69 Punkten nach 2.501,68 Einheiten am Montag errechnet. Sorgen bereitet der US-Haushaltsstreit: Kriegen die Amerikaner ihn nicht in den Griff, droht in zwei Wochen die Zahlungsunfähigkeit.
Wien. Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Frühhandel mit etwas tieferen Notierungen präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.494,69 Punkten nach 2.501,68 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 0,28 Prozent.
An den europäischen Leitbörsen blieben die Veränderungen indessen eher gering. Nach wie vor sorgt der anhaltende US-Haushaltsstreit für Zurückhaltung unter den Anlegern, hieß es von Marktteilnehmern; noch immer gibt es keine Hinweise auf eine Lösung. Sollten sich die Demokraten und Republikaner nicht zumindest auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen können, droht der weltgrößten Volkswirtschaft in weniger als zwei Wochen die Zahlungsunfähigkeit. Am Markt wird aber überwiegend angenommen, dass es rechtzeitig bis zum 17. Oktober zu einer Einigung im US-Kongress kommt, so Händler.
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In Wien blieb die Nachrichtenlage bisher sehr ruhig. Gesucht waren unter anderem Strabag. Der Baukonzern hat die Ausschreibung für den Bau des dritten Abschnitts der ungarischen Autobahn M4 zwischen Abony und Fegyvernek gewonnen, hieß es am Montagabend von Unternehmensseite. Dabei setzte sich die Strabag mit ihrem Angebot von 31,5 Mrd. Forint (106,09 Mio. Euro) für 13,2 Kilometer Autobahn gegen die Konkurrenz durch. Die Aktien legten 2,67 Prozent auf 18,44 Euro zu und rangierten damit auf Platz Zwei im prime market.
Kursgewinner: Valneva
Größter Kursgewinner waren Valneva mit plus 3,57 Prozent auf 4,35 Euro. Dagegen waren einige Indexschwergewichte auf der Verliererseite zu finden. So gaben OMV 0,66 Prozent auf 35,16 Euro ab, Andritz verloren 0,49 Prozent auf 43,79 Euro und voestalpine fielen um 0,28 Prozent auf 34,25 Euro.
Auch Bankwerte tendierten im Frühhandel etwas tiefer. Raiffeisen ermäßigten sich um 0,10 Prozent auf 23,98 Euro und Erste Group gaben 0,17 Prozent auf 23,66 Euro ab.
Der ATX Prime notierte bei 1.226,12 Zählern und damit um 0,25 Prozent oder 3,06 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich elf Titel mit höheren Kursen, 19 mit tieferen und zwei unverändert. In fünf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 419.255 (Vortag: 466.492) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 13,851 (12,44) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
(APA)