Bis Februar müssen alle Kontodaten auf das IBAN-System umgestellt werden. Der Aufwand werde von vielen Firmen unterschätzt, meint die Erste.
Unternehmen, die nicht rechtzeitig auf das SEPA-System umstellen, drohen ab 1. Februar Liquiditätsengpässe, offenen Rechnungen und Verzögerungen bei Gehaltszahlungen. Wer ab diesem Stichtag nämlich nicht alle Kontodaten von Kunden und Lieferanten auf die internationale Kontonummer IBAN und die
dazugehörige BIC umgestellt hat, kann keine Banktransaktionen mehr vornehmen.
"Umstellung dauert drei Monate"
Heute sei erst jedes zweite Unternehmen in Österreich bereit für den Einsatz des europaweiten Zahlungsverkehrs. "Die interne Umstellung bei den Unternehmen dauert
rund drei Monate. Der Aufwand dafür wird nach wie vor unterschätzt", erklärt Jean-Yves Jacquelin, der bei der Erste Bank für SEPA zuständig ist.
Nicht nur in Österreich verläuft die Umstellung holprig. Bereits im Sommer warnte die Beratungsgesellschaft PwC nach einer Umfrage, dass ein Drittel der europäischen Unternehmen Gefahr läuft, die Umstellung nicht bis zum Stichtag zu schaffen.
SEPA steht für Single Euro Payments Area und bezeichnet die Schaffung eines einheitlichen Zahlungsverkehrsraums für Transaktionen in Euro. Die Durchführung einer Überweisung wird dadurch in der gesamten EU auf einen Werktag verkürzt. Ab 1. Februar 2014 werden Kontonummer und Bankleitzahl von BIC und IBAN ersetzt. Die Übergangsfrist für diesen Schritt läuft bereits seit 2009.
(Red.)