Nach 2012 sind die Höchststeuersätze im weltweiten Durchschnitt auch heuer wieder angehoben worden. Österreich liegt im Spitzenfeld.
Vielverdiener müssen 2013 etwas mehr Steuern zahlen: Die Spitzensteuersätze steigen im internationalen Durchschnitt um 0,3 Prozent. Das geht aus der jährlichen KPMG-Studie "Individual Income Tax Survey" hervor. Mit dem Anstieg setze sich der Trend aus 2012 fort, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung zur Studie. Viele Länder würden so ihre Budgetlöcher stopfen. Hauptverantwortlich für den Anstieg sind unter anderem die USA. Dort wurde heuer eine Anhebung 35 auf 39,6 Prozent vorgenommen, so KPMG.
Österreich liege mit einem nominellen Spitzensteuersatz von 50 Prozent im "Spitzenfeld". Dank der Besteuerung des 13. und 14. Gehalts mit nur sechs Prozent sowie des Gewinnfreibetrags betrage in Österreich die höchste effektive Steuerbelastung für Lohnsteuerpflichtige grundsätzlich maximal 43,7 Prozent, rechnete KPMG vor. Für Vielverdiener steige durch die Solidarabgabe der Spitzensteuersatz aber über die Marke von 43,7 Prozent - auf maximal 50 Prozent. Ein wesentlich dringenderer Reformbedarf ortet KPMG allerdings beim hohen Eingangsteuersatz von 36,5 Prozent und den Lohnnebenkosten. "Auf die neue Regierung wartet eine Herkulesaufgabe", meint KPMG-Partner Hans Zöchling in der Aussendung.
Starker Anstieg in Slowenien
Besonders stark erhöht wurde der Spitzensteuersatz heuer in Slowenien - nämlich von 41 auf 50 Prozent. In Großbritannien hingegen wurden die Steuern auf hohe Einkommen von 50 auf 45 Prozent gesenkt.
(APA)