Stimmen: "Ibrahimovic hat den Unterschied gemacht"

Marcel Koller (ÖFB-Teamchef): "Die Enttäuschung ist natürlich groß, jetzt ist eine gewisse Leere da. Wir haben eine sehr gute erste Spielhälfte hingelegt. Das Ziel muss sein, so etwas über 90 Minuten hinzukriegen. Dann sind wir auf dem richtigen Weg und werden auch wichtige Auswärtssiege feiern. Wir haben aber leider diese Leistung nach der Pause nicht mehr bestätigen können. Ibrahimovic hat einmal mehr mit dem einen Pass und dem einen Tor den Unterschied ausgemacht.

Wir konnten nach der Pause den Ball nicht mehr halten, wir hatten nicht mehr die Ruhe in unserem Spiel. Beim 1:2 sind wir dann einfach zu hoch gestanden. Die Jungs hätten es sich verdient gehabt, dass es auch noch am Dienstag um etwas gegangen wäre. Was das jetzt für meine Zukunft heißt, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Wir müssen das jetzt sacken lassen und die Köpfe hochrichten."

Aleksandar Dragovic (ÖFB-Spieler): "Schweden hat nach der Pause natürlich Alles oder Nichts gespielt. Leider ist den Schweden so früh das 1:1 gelungen, dann wurde es immer schwieriger. Und am Ende haben wir mit Pech auch noch das 1:2 bekommen. Der Traum ist geplatzt. Fünf Minuten haben gefehlt, dann wäre er noch weitergegangen. Natürlich wird es am Dienstag schwer, denn wir wissen, dass es vorbei ist. Aber nichtsdestotrotz müssen wir gegen die Färöer die drei Punkte holen."

David Alaba (ÖFB-Spieler): "In der ersten Halbzeit haben wir das gezeigt, was wir können. Wie wir aus der Kabine gekommen sind, haben wir es nicht mehr geschafft, unser Pressing durchzuziehen. Der Raum zwischen den Verteidigern und den Stürmern war dann riesig. Sie haben einen überragenden Spieler vorne. Solche Momente sind nie schön. Unmittelbar nach dem Spiel das zu erklären, ist sehr schwer. Wir haben uns sehr viel vorgenommen für dieses Spiel. Es ist ganz, ganz bitter."

Christian Fuchs (ÖFB-Kapitän): "Wir sind riesig enttäuscht. Ich bin jetzt noch nicht in der Lage, nach Gründen zu suchen. Aber ich denke, wir können uns nichts vorwerfen. Wir haben alles in die Waagschale reingeworfen und waren vor der Pause dominant. Die Mannschaft und die Fans hätten sich Minimum einen Punkt verdient gehabt. Auf den Färöer wartet ein Pflichtspiel. Das ist eine Aufgabe, die auch erledigt werden muss."

Marko Arnautovic (ÖFB-Stürmer): "Ich wurde gefoult, bin aufgestanden und Elmander ist zu mir gekommen. Dass mir der Schiedsrichter die Rote Karte zeigt, ist unglaublich. Das schmerzt richtig, das ist extrem, das ist Misshandlung. Vor der Pause haben wir gezeigt, dass wir gut sind. Da waren wir überragend, wir haben Schweden komplett im Griff gehabt. Nach der Pause waren wir anscheinend viel zu nervös, da sind wir untergegangen. Das darf nicht passieren. Es tut extrem weh, dass es vorbei ist mit der WM. Was der Trainer und der Trainerstab geleistet haben, ist extrem gut. Wir sind eine junge, gute Mannschaft und die Gegner haben schön langsam Respekt vor uns."

Zlatan Ibrahimovic (Schweden, Torschütze zum 2:1): "Es ist magisch. Es ist ein fantastisches Gefühl, wir sind einen Schritt näher dran an der WM-Endrunde."

Erik Hamren (Teamchef Schweden): "Wir sind natürlich sehr zufrieden mit dem Spiel. In der Pause haben wir uns vorgenommen, mehr in die Eins-zu-Eins-Duelle zu gehen. Die Spieler hatten noch das Gefühl, gewinnen zu können, waren aggressiver in den Zweikämpfen. Wir wollten in der zweiten Hälfte mehr Druck aufbauen. Ibrahimovic hat heute sehr gut gespielt. Wir haben in der Qualifikation viele Spiele gedreht, daher waren wir nach dem Rückstand relativ entspannt."

(APA)