Nachrichten Meinung Magazin
Frauenpower im Parlament

Blockflöte, Streitlust & Kloster

Neuer Nationalrat, neue Abgeordnete - Die Presse am Sonntag porträtiert zehn Frauen, die ins Hohe Haus einziehen werden.
30.12.2016 um 22:15
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Kathrin Nachbaur (Team Stronach) ist nicht zu beneiden. Ihr Mentor und Chef Frank Stronach ist nach Kanada abgereist, Nachbaur muss den zurückgelassenen Scherbenhaufen aufräumen. Erinnert frappant an die Schnurre: Mann kocht Wahnsinns-Mehrgang-Menü, Frau macht den Abwasch. Kein Wunder, dass sich die 34-Jährige auf ihre Arbeit im Parlament freut: „Da kann ich endlich inhaltliche Arbeit machen“, sagt sie. „Ich möchte mich vor allem für Frauen einsetzen.“ Außerdem möchte sie sich dafür engagieren, dass Familien steuerlich entlastet werden. „Es kann nicht sein, dass der Staat ihnen via Steuern viel Geld abnimmt und ihnen dann wieder via Umverteilung Geld zukommen lässt. Ich bin gegen die Bevormundung durch den Staat: Eltern sollten mehr Geld in der Tasche haben und dann selber entscheiden, wie sie damit umgehen.“ Von Bernadette Bayrhammer, Iris Bonavida, Anna Gabriel, Hanna Kordik, Duygu Özkan, Hellin Sapinski und Ulrike Weiser
Kathrin Nachbaur (Team Stronach) ist nicht zu beneiden. Ihr Mentor und Chef Frank Stronach ist nach Kanada abgereist, Nachbaur muss den zurückgelassenen Scherbenhaufen aufräumen. Erinnert frappant an die Schnurre: Mann kocht Wahnsinns-Mehrgang-Menü, Frau macht den Abwasch. Kein Wunder, dass sich die 34-Jährige auf ihre Arbeit im Parlament freut: „Da kann ich endlich inhaltliche Arbeit machen“, sagt sie. „Ich möchte mich vor allem für Frauen einsetzen.“ Außerdem möchte sie sich dafür engagieren, dass Familien steuerlich entlastet werden. „Es kann nicht sein, dass der Staat ihnen via Steuern viel Geld abnimmt und ihnen dann wieder via Umverteilung Geld zukommen lässt. Ich bin gegen die Bevormundung durch den Staat: Eltern sollten mehr Geld in der Tasche haben und dann selber entscheiden, wie sie damit umgehen.“ Von Bernadette Bayrhammer, Iris Bonavida, Anna Gabriel, Hanna Kordik, Duygu Özkan, Hellin Sapinski und Ulrike Weiser
(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
Nachbaur bezeichnet sich als „freiheitsliebenden Menschen“ und sagt, „der Euro macht in der derzeitigen Form keinen Sinn: Entweder die wirtschaftlich starken oder die schwachen Länder steigen aus dem Euro aus. Oder es gibt nationale Währungen mit dem Euro als gemeinsame Verrechnungseinheit.“ Stronach pur. Und doch wird es zur Abnabelung kommen: Nachbaur wird nun ihren Lebensmittelpunkt in Wien haben. Jahrelang pendelte sie mit Stronach zwischen Österreich und Kanada, immerhin gilt sie als rechte und linke Hand des Austro-Kanadiers. Niemandem vertraut er so wie ihr. Umgekehrt, sagen viele, sei sie auch die Einzige, von der sich Stronach etwas sagen lasse. So ein Vertrauensverhältnis kommt nicht von heute auf morgen zustande, bei Frank Stronach schon gar nicht. Tatsächlich wurde Nachbaur schon als 20-Jährige Trainee im Magna-Konzern. „Frank und ich denken wie Zwillinge“, sagte sie einst in einem „Presse“-Interview.
Nachbaur bezeichnet sich als „freiheitsliebenden Menschen“ und sagt, „der Euro macht in der derzeitigen Form keinen Sinn: Entweder die wirtschaftlich starken oder die schwachen Länder steigen aus dem Euro aus. Oder es gibt nationale Währungen mit dem Euro als gemeinsame Verrechnungseinheit.“ Stronach pur. Und doch wird es zur Abnabelung kommen: Nachbaur wird nun ihren Lebensmittelpunkt in Wien haben. Jahrelang pendelte sie mit Stronach zwischen Österreich und Kanada, immerhin gilt sie als rechte und linke Hand des Austro-Kanadiers. Niemandem vertraut er so wie ihr. Umgekehrt, sagen viele, sei sie auch die Einzige, von der sich Stronach etwas sagen lasse. So ein Vertrauensverhältnis kommt nicht von heute auf morgen zustande, bei Frank Stronach schon gar nicht. Tatsächlich wurde Nachbaur schon als 20-Jährige Trainee im Magna-Konzern. „Frank und ich denken wie Zwillinge“, sagte sie einst in einem „Presse“-Interview.
(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
Die Zeit als EU-Praktikantin bei Friedhelm Frischenschlager hat ihr Leben verändert – privat, beruflich und politisch. Davon ist Angelika Mlinar (Neos) überzeugt. Wie sonst wäre die Kärntner Slowenin drei Jahre später zu ihrem Job bei der EU-Kommission in Ljubljana gekommen, wo sie sich in den Bereichen EU-Osterweiterung und Schengen engagierte? In die Politik kehrte die promovierte Juristin erst 2008 zurück – damals leitete sie den Wahlkampf des liberalen Kärntner Spitzenkandidaten Rudi Vouk. 2009 wurde Mlinar selbst zur Parteivorsitzenden des Liberalen Forums gewählt, das nun Teil der neuen, pinken Partei Neos ist. Mlinar hat sich für die kommende Legislaturperiode einiges vorgenommen: Ein neues Volksgruppengesetz etwa. Als ehemalige Generalsekretärin des Rats der Kärntner Slowenen, der konservativen, ÖVP-nahen Slowenen-Organisation, liegt ihr das Thema besonders am Herzen. Auch eine Föderalismus- und Verwaltungsreformdebatte sei wichtig. „Die Ziele dürfen wir uns aber nicht zu hoch stecken. Wie's ausschaut, sind wir ja nur eine kleine Oppositionspartei“, meint die 43-Jährige.
Die Zeit als EU-Praktikantin bei Friedhelm Frischenschlager hat ihr Leben verändert – privat, beruflich und politisch. Davon ist Angelika Mlinar (Neos) überzeugt. Wie sonst wäre die Kärntner Slowenin drei Jahre später zu ihrem Job bei der EU-Kommission in Ljubljana gekommen, wo sie sich in den Bereichen EU-Osterweiterung und Schengen engagierte? In die Politik kehrte die promovierte Juristin erst 2008 zurück – damals leitete sie den Wahlkampf des liberalen Kärntner Spitzenkandidaten Rudi Vouk. 2009 wurde Mlinar selbst zur Parteivorsitzenden des Liberalen Forums gewählt, das nun Teil der neuen, pinken Partei Neos ist. Mlinar hat sich für die kommende Legislaturperiode einiges vorgenommen: Ein neues Volksgruppengesetz etwa. Als ehemalige Generalsekretärin des Rats der Kärntner Slowenen, der konservativen, ÖVP-nahen Slowenen-Organisation, liegt ihr das Thema besonders am Herzen. Auch eine Föderalismus- und Verwaltungsreformdebatte sei wichtig. „Die Ziele dürfen wir uns aber nicht zu hoch stecken. Wie's ausschaut, sind wir ja nur eine kleine Oppositionspartei“, meint die 43-Jährige.
Die Presse
Außerdem will Mlinar sich in den Ausschüssen für Europa- und Außenpolitik engagieren. Wird sie gar für die EU-Wahl 2014 kandidieren? Mlinar will das im Gespräch mit der „Presse“ weder ausschließen noch bestätigen. Aber: „Ich habe großen Respekt vor dieser Frage.“Mit Neos-Chef Matthias Strolz teilt sich Angelika Mlinar die wichtigen Themenbereiche auf. Das energiegeladene Auftreten, das Strolz im Fernsehen zur Schau stellt, ist nicht ganz ihres: „Bei öffentlichen Auftritten bin ich ruhiger, insgesamt aber schon hartnäckig und sehr bestimmt.“ In den kommenden Jahren will sie ihre ganze Tatkraft der Politik widmen: Ein Keks-Unternehmen, das Mlinar 2005 gründete, ist mittlerweile stillgelegt.
Außerdem will Mlinar sich in den Ausschüssen für Europa- und Außenpolitik engagieren. Wird sie gar für die EU-Wahl 2014 kandidieren? Mlinar will das im Gespräch mit der „Presse“ weder ausschließen noch bestätigen. Aber: „Ich habe großen Respekt vor dieser Frage.“Mit Neos-Chef Matthias Strolz teilt sich Angelika Mlinar die wichtigen Themenbereiche auf. Das energiegeladene Auftreten, das Strolz im Fernsehen zur Schau stellt, ist nicht ganz ihres: „Bei öffentlichen Auftritten bin ich ruhiger, insgesamt aber schon hartnäckig und sehr bestimmt.“ In den kommenden Jahren will sie ihre ganze Tatkraft der Politik widmen: Ein Keks-Unternehmen, das Mlinar 2005 gründete, ist mittlerweile stillgelegt.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Kampfgeist und Einsatz machen einen Politiker aus, sagt Katharina Kucharowits (SPÖ). Von beidem bringt sie eine Portion mit – herkunftsbedingt. Denn die Bundesvorsitzende der Jungen Generation stammt aus dem schwarzen Niederösterreich: „Dort brauchst als Rote einen langen Atem.“ Diesen stellt sie seit 2005 unter Beweis. Damals kam sie „durch Zufall“ zur Jungen Generation in Schwechat, dann in den dortigen Gemeinderat. Von 2007 bis 2012 stand sie Niederösterreichs Junger Generation vor, seither führt sie die Schwechater Bezirksfrauen an.
Kampfgeist und Einsatz machen einen Politiker aus, sagt Katharina Kucharowits (SPÖ). Von beidem bringt sie eine Portion mit – herkunftsbedingt. Denn die Bundesvorsitzende der Jungen Generation stammt aus dem schwarzen Niederösterreich: „Dort brauchst als Rote einen langen Atem.“ Diesen stellt sie seit 2005 unter Beweis. Damals kam sie „durch Zufall“ zur Jungen Generation in Schwechat, dann in den dortigen Gemeinderat. Von 2007 bis 2012 stand sie Niederösterreichs Junger Generation vor, seither führt sie die Schwechater Bezirksfrauen an.
(c) Fabry
Daneben ist sie leidenschaftliche Blockflötistin, nahm an Wettbewerben teil und nützt die Musik als Inspiration – etwa für den Wahlkampf, in dem sie sich unter anderem für leistbares Wohnen starkmachte. „Da hau ich mich rein“, betont sie. Auch bei der Bundesheervolksbefragung im Jänner fiel ihr Einsatz auf. Für den Sieg reichte es nicht, für Eindruck bei Parteichef Werner Faymann sehr wohl. Das Attribut „loyal“ haftet ihr seither an, auch gilt sie als „neue Laura Rudas“. Denn Kritik an der SPÖ hört man von ihr nicht, „die übe ich intern“. Im Parlament war sie anfangs „echt orientierungslos“. Nach sechs Jahren als Mitarbeiterin bei SPÖ-Mandatar Hannes Fazekas hat sie ihre „Lehrmeter“ hinter sich – und ist auf dem Weg zur Angelobung.
Daneben ist sie leidenschaftliche Blockflötistin, nahm an Wettbewerben teil und nützt die Musik als Inspiration – etwa für den Wahlkampf, in dem sie sich unter anderem für leistbares Wohnen starkmachte. „Da hau ich mich rein“, betont sie. Auch bei der Bundesheervolksbefragung im Jänner fiel ihr Einsatz auf. Für den Sieg reichte es nicht, für Eindruck bei Parteichef Werner Faymann sehr wohl. Das Attribut „loyal“ haftet ihr seither an, auch gilt sie als „neue Laura Rudas“. Denn Kritik an der SPÖ hört man von ihr nicht, „die übe ich intern“. Im Parlament war sie anfangs „echt orientierungslos“. Nach sechs Jahren als Mitarbeiterin bei SPÖ-Mandatar Hannes Fazekas hat sie ihre „Lehrmeter“ hinter sich – und ist auf dem Weg zur Angelobung.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Nurten Yilmaz (SPÖ) hätte schon vor zehn Jahren als erste Abgeordnete mit türkischen Wurzeln im Nationalrat sitzen können, sie kandidierte 2002. Auch vier Jahre später stand die Möglichkeit im Raum. Geklappt hat es erst jetzt: Yilmaz wurde als Spitzenkandidatin des Wahlkreises Wien Nord-West ins Rennen geschickt. Rückblickend, sagt sie, sei sie froh darüber. Ihre Jahre als Bezirks- und Gemeinderätin wolle sie nicht missen. Yilmaz (56) wurde im türkischen Söke geboren. Sie ist neun Jahre alt, als ihre Eltern als Arbeiter nach Österreich kommen. Ihre Brüder machen sie auf die Sozialistische Jugend aufmerksam, bei der sie sich ab den 1970er-Jahren engagiert. Später wird sie Mitglied der SPÖ: „Die erste Partei, die sich um die Zuwanderer gekümmert hat.“
Nurten Yilmaz (SPÖ) hätte schon vor zehn Jahren als erste Abgeordnete mit türkischen Wurzeln im Nationalrat sitzen können, sie kandidierte 2002. Auch vier Jahre später stand die Möglichkeit im Raum. Geklappt hat es erst jetzt: Yilmaz wurde als Spitzenkandidatin des Wahlkreises Wien Nord-West ins Rennen geschickt. Rückblickend, sagt sie, sei sie froh darüber. Ihre Jahre als Bezirks- und Gemeinderätin wolle sie nicht missen. Yilmaz (56) wurde im türkischen Söke geboren. Sie ist neun Jahre alt, als ihre Eltern als Arbeiter nach Österreich kommen. Ihre Brüder machen sie auf die Sozialistische Jugend aufmerksam, bei der sie sich ab den 1970er-Jahren engagiert. Später wird sie Mitglied der SPÖ: „Die erste Partei, die sich um die Zuwanderer gekümmert hat.“
(c) Fabry
Yilmaz bekleidet verschiedene Funktionen innerhalb der SPÖ, sie ist etwa Wiener Integrationssprecherin, aber auch Präsidentin des Arbeiter-Schwimm-Vereines Wien. Sport sei ein Beispiel dafür, dass sie sich auch in anderen Bereichen außerhalb des Feldes Integration engagiere. Ihre politische Basis ist der mächtige Bezirk Ottakring, der sie bereits 1997 zur Geschäftsführerin gemacht hat. Den gelernten Beruf Elektrotechnikerin hat Yilmaz nie ausgeübt. Nach ihrem Abschluss heuert sie bei der Gebietskrankenkasse an, es folgen Anstellungen in verschiedenen SP-Organisationen. Mit Yilmaz wird erstmals ein Kind ehemaliger „Gastarbeiter“ im Parlament sitzen.
Yilmaz bekleidet verschiedene Funktionen innerhalb der SPÖ, sie ist etwa Wiener Integrationssprecherin, aber auch Präsidentin des Arbeiter-Schwimm-Vereines Wien. Sport sei ein Beispiel dafür, dass sie sich auch in anderen Bereichen außerhalb des Feldes Integration engagiere. Ihre politische Basis ist der mächtige Bezirk Ottakring, der sie bereits 1997 zur Geschäftsführerin gemacht hat. Den gelernten Beruf Elektrotechnikerin hat Yilmaz nie ausgeübt. Nach ihrem Abschluss heuert sie bei der Gebietskrankenkasse an, es folgen Anstellungen in verschiedenen SP-Organisationen. Mit Yilmaz wird erstmals ein Kind ehemaliger „Gastarbeiter“ im Parlament sitzen.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Die Nummer zwei zu sein liegt Michaela Steinacker (ÖVP) nicht. Wenn sie etwas macht, dann ist sie an der Spitze: Obfrau, Geschäftsführerin, Geschäftsleiterin, Beiratsvorsitzende – all diese Funktionen hatte die 51-jährige Wienerin schon inne. Für ihren Einstieg in die Politik machte sie eine Ausnahme – und kandidierte auf Platz zwei der ÖVP-Bundesliste. Trotzdem ein beachtlicher Neueinstieg. Schließlich befindet sich vor ihr nur Parteichef Michael Spindelegger.
Die Nummer zwei zu sein liegt Michaela Steinacker (ÖVP) nicht. Wenn sie etwas macht, dann ist sie an der Spitze: Obfrau, Geschäftsführerin, Geschäftsleiterin, Beiratsvorsitzende – all diese Funktionen hatte die 51-jährige Wienerin schon inne. Für ihren Einstieg in die Politik machte sie eine Ausnahme – und kandidierte auf Platz zwei der ÖVP-Bundesliste. Trotzdem ein beachtlicher Neueinstieg. Schließlich befindet sich vor ihr nur Parteichef Michael Spindelegger.
(c) Fabry
Sie selbst wundert diese Reihung nicht. Sie habe eben eine „Erfahrungsschatzkiste“, auf die sie zugreifen könne. Und die ist, bleibt man bei ihrer Metapher, vor allem mit Erfahrungen aus ihrer Karriere in der Wirtschaft gefüllt: Steinacker war Immobilienchefin der ÖBB, kaufmännische Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft sowie Vorstand der Raiffeisen Holding NÖ-Wien. Sie braucht also Herausforderungen. Das zeigt nicht nur ihr Lebenslauf, sondern auch ihr Terminkalender: Der ist voll, aber akribisch geplant. Denn neben dem Job muss auch Zeit für ihre beiden Kinder sein. Und, einmal im Jahr, für eine Woche Fasten im Kloster. In den nächsten fünf Jahren hat sie ebenfalls viel vor: Lohnnebenkosten senken, mehr Ganztagsbetreuung für Kinder schaffen. Vielleicht auch als Wirtschaftsministerin? Schließlich hat sie neben Erfahrung auch Kontakte zu Erwin Pröll und zum ÖAAB. Und dann wäre sie auch wieder die Nummer eins.
Sie selbst wundert diese Reihung nicht. Sie habe eben eine „Erfahrungsschatzkiste“, auf die sie zugreifen könne. Und die ist, bleibt man bei ihrer Metapher, vor allem mit Erfahrungen aus ihrer Karriere in der Wirtschaft gefüllt: Steinacker war Immobilienchefin der ÖBB, kaufmännische Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft sowie Vorstand der Raiffeisen Holding NÖ-Wien. Sie braucht also Herausforderungen. Das zeigt nicht nur ihr Lebenslauf, sondern auch ihr Terminkalender: Der ist voll, aber akribisch geplant. Denn neben dem Job muss auch Zeit für ihre beiden Kinder sein. Und, einmal im Jahr, für eine Woche Fasten im Kloster. In den nächsten fünf Jahren hat sie ebenfalls viel vor: Lohnnebenkosten senken, mehr Ganztagsbetreuung für Kinder schaffen. Vielleicht auch als Wirtschaftsministerin? Schließlich hat sie neben Erfahrung auch Kontakte zu Erwin Pröll und zum ÖAAB. Und dann wäre sie auch wieder die Nummer eins.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Man kommt nicht umhin, nach Maria Fekter zu fragen, wenn man Angelika Winzig (ÖVP) trifft: Wie die Ministerin stammt sie aus Attnang-Puchheim, wie diese ist sie über den Wirtschaftsbund zur Politik gekommen. Und wirklich hatte Fekter die Hände im Spiel bei der politischen Karriere Winzigs. 1997, Winzig hatte gerade ihren Job beim Chemiekonzern BASF an den Nagel gehängt, ein eigenes Unternehmen gegründet und sich fürchterlich beschwert über all die Steine, die Gründern in den Weg gelegt werden, stand da plötzlich Maria Fekter in der Firma. Und lud Winzig ein, sich doch zu engagieren.
Man kommt nicht umhin, nach Maria Fekter zu fragen, wenn man Angelika Winzig (ÖVP) trifft: Wie die Ministerin stammt sie aus Attnang-Puchheim, wie diese ist sie über den Wirtschaftsbund zur Politik gekommen. Und wirklich hatte Fekter die Hände im Spiel bei der politischen Karriere Winzigs. 1997, Winzig hatte gerade ihren Job beim Chemiekonzern BASF an den Nagel gehängt, ein eigenes Unternehmen gegründet und sich fürchterlich beschwert über all die Steine, die Gründern in den Weg gelegt werden, stand da plötzlich Maria Fekter in der Firma. Und lud Winzig ein, sich doch zu engagieren.
(c) Fabry
Die Wirtschaft, die Unternehmer: Das sind bis heute die politischen Schwerpunkte der 50-Jährigen. Bereiche, die sie als Chefin eines typischen KMU-Betriebs mit zehn Mitarbeitern glaubhaft vertritt. Dass sie es in der Politik so weit nach oben geschafft hat und nun nach drei Jahren im Bundesrat ins Parlament wechselt, dürfte auch daran liegen, dass sie die Mühen der Ebene nicht scheut. Weder in der Politik, wo ihr der gut gefüllte Kalender einen starken regionalen Rückhalt beschert hat. Noch in ihrer Firma für Pulverbeschichtungen, wo sie – die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin – anfangs voll in der Produktion tätig war. Dass sie damals für genügend Wirbel sorgte, um Maria Fekter (Bild) zu alarmieren, glaubt man gern: Winzig scheint eine zu sein, die sagt, was sie sich denkt. Nur böse Zungen würden hier wieder Parallelen ziehen.
Die Wirtschaft, die Unternehmer: Das sind bis heute die politischen Schwerpunkte der 50-Jährigen. Bereiche, die sie als Chefin eines typischen KMU-Betriebs mit zehn Mitarbeitern glaubhaft vertritt. Dass sie es in der Politik so weit nach oben geschafft hat und nun nach drei Jahren im Bundesrat ins Parlament wechselt, dürfte auch daran liegen, dass sie die Mühen der Ebene nicht scheut. Weder in der Politik, wo ihr der gut gefüllte Kalender einen starken regionalen Rückhalt beschert hat. Noch in ihrer Firma für Pulverbeschichtungen, wo sie – die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin – anfangs voll in der Produktion tätig war. Dass sie damals für genügend Wirbel sorgte, um Maria Fekter (Bild) zu alarmieren, glaubt man gern: Winzig scheint eine zu sein, die sagt, was sie sich denkt. Nur böse Zungen würden hier wieder Parallelen ziehen.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Normalerweise wollen Eltern, dass ihre Kinder etwas studieren, mit dem sich später Geld verdienen lässt. Jus zum Beispiel. Auf keinen Fall sollen sie Künstler werden. Bei Petra Steger (FPÖ)  war es umgekehrt: Sie hat Wirtschaftsrecht absolviert, dann ist sie in die Politik eingestiegen. Und ihr Vater hätte sie lieber als Pianistin gesehen. Denn Norbert Steger hat als FPÖ-Chef und Vizekanzler erlebt, wie hart das Polit-Business sein kann. Nun kann sich die 26-jährige Petra Steger selbst ein Bild machen: Ihr Einzug ins Parlament ist zwar noch nicht fix (die Mandate in der Partei werden erst vergeben), gilt aber als ziemlich sicher. Strache setzt auf Steger. Jünger, weiblicher soll die Partei durch sie erscheinen. Steger war im Wahlkampf auf Plakaten zu sehen, moderiert das Online-Magazin der Partei und ist auch sonst immer in der ersten Reihe dabei.
Normalerweise wollen Eltern, dass ihre Kinder etwas studieren, mit dem sich später Geld verdienen lässt. Jus zum Beispiel. Auf keinen Fall sollen sie Künstler werden. Bei Petra Steger (FPÖ) war es umgekehrt: Sie hat Wirtschaftsrecht absolviert, dann ist sie in die Politik eingestiegen. Und ihr Vater hätte sie lieber als Pianistin gesehen. Denn Norbert Steger hat als FPÖ-Chef und Vizekanzler erlebt, wie hart das Polit-Business sein kann. Nun kann sich die 26-jährige Petra Steger selbst ein Bild machen: Ihr Einzug ins Parlament ist zwar noch nicht fix (die Mandate in der Partei werden erst vergeben), gilt aber als ziemlich sicher. Strache setzt auf Steger. Jünger, weiblicher soll die Partei durch sie erscheinen. Steger war im Wahlkampf auf Plakaten zu sehen, moderiert das Online-Magazin der Partei und ist auch sonst immer in der ersten Reihe dabei.
(c) FPÖ
Sportlich hat die mehrmalige Basketball-Staatsmeisterin schon einiges eingesteckt. Auf dem Spielfeld geht es mitunter hart zu – mehr als einmal wurde Steger schon die Nase gebrochen. Obwohl sie an der Wirtschaftsuni studiert und in Harvard einige Kurse belegt hat, ist auch in der Politik der Sport ihr Lieblingsthema. Mit den Euro-Ausstiegsszenarien der FPÖ kann sie sich anfreunden. Darüber diskutieren möchte sie (öffentlich) nicht. Dafür hat sie in Interviews zugegeben, sie wisse bei Weitem nicht alles. „Aber ich kann alles lernen.“ Die nächsten fünf Jahre hat sie Zeit dafür.
Sportlich hat die mehrmalige Basketball-Staatsmeisterin schon einiges eingesteckt. Auf dem Spielfeld geht es mitunter hart zu – mehr als einmal wurde Steger schon die Nase gebrochen. Obwohl sie an der Wirtschaftsuni studiert und in Harvard einige Kurse belegt hat, ist auch in der Politik der Sport ihr Lieblingsthema. Mit den Euro-Ausstiegsszenarien der FPÖ kann sie sich anfreunden. Darüber diskutieren möchte sie (öffentlich) nicht. Dafür hat sie in Interviews zugegeben, sie wisse bei Weitem nicht alles. „Aber ich kann alles lernen.“ Die nächsten fünf Jahre hat sie Zeit dafür.
Man darf gespannt sein, wie  Sigrid Maurer (Grüne) ihren Job im Nationalrat anlegen wird. „Die Sigi“, werde anecken, erwartet mancher Parteikollege. Das ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. Denn dass sie unbequem sein kann und laut, das hat die 28-Jährige in den zwei Jahren als Chefin der Hochschülerschaft bewiesen. Dass sie politisches Talent hat, ebenfalls. Immerhin war sie es, die die Uni-Debatte nach den Audimaxprotesten vor inzwischen fast vier Jahren am Köcheln hielt. Mit Biss, mit Fachwissen statt oberflächlicher Parolen und nicht zuletzt auch deshalb, weil sie mit den TV-Kameras konnte (und kann), machte sie die ÖH wieder zu einem relevanten bildungspolitischen Akteur – zumindest für eine Weile.
Man darf gespannt sein, wie Sigrid Maurer (Grüne) ihren Job im Nationalrat anlegen wird. „Die Sigi“, werde anecken, erwartet mancher Parteikollege. Das ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. Denn dass sie unbequem sein kann und laut, das hat die 28-Jährige in den zwei Jahren als Chefin der Hochschülerschaft bewiesen. Dass sie politisches Talent hat, ebenfalls. Immerhin war sie es, die die Uni-Debatte nach den Audimaxprotesten vor inzwischen fast vier Jahren am Köcheln hielt. Mit Biss, mit Fachwissen statt oberflächlicher Parolen und nicht zuletzt auch deshalb, weil sie mit den TV-Kameras konnte (und kann), machte sie die ÖH wieder zu einem relevanten bildungspolitischen Akteur – zumindest für eine Weile.
(c) Fabry
Nicht nur in hochschulpolitische Debatten dürfte Maurer – vermutlich die neue grüne Wissenschaftssprecherin – frischen Wind bringen. Sondern womöglich auch in die eigene Partei. Mehrfach ließ sie, als Studierendenchefin dezidiert links positioniert, anklingen, dass es bei den Grünen ihrer Meinung nach Spielraum nach links gebe. Dass sich diese zuweilen den Schwächsten nicht genügend widmen – und zu sehr den „Bobos“. Was der Tirolerin – aus dem selben Ort wie Karlheinz Töchterle – bisher gern als Fehler ausgelegt wurde, sollte sich übrigens bald erledigt haben: das unvollendete Studium. Noch in diesem Semester will Maurer ihren Soziologiebachelor abschließen, der Master soll folgen.
Nicht nur in hochschulpolitische Debatten dürfte Maurer – vermutlich die neue grüne Wissenschaftssprecherin – frischen Wind bringen. Sondern womöglich auch in die eigene Partei. Mehrfach ließ sie, als Studierendenchefin dezidiert links positioniert, anklingen, dass es bei den Grünen ihrer Meinung nach Spielraum nach links gebe. Dass sich diese zuweilen den Schwächsten nicht genügend widmen – und zu sehr den „Bobos“. Was der Tirolerin – aus dem selben Ort wie Karlheinz Töchterle – bisher gern als Fehler ausgelegt wurde, sollte sich übrigens bald erledigt haben: das unvollendete Studium. Noch in diesem Semester will Maurer ihren Soziologiebachelor abschließen, der Master soll folgen.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Aygül Bêrîvan Aslan (Grüne) hat ein Ziel. Sie will einen, wie sie sagt, neuen Trend in das Parlament bringen: „Nicht jeder, der anders heißt, muss Integrationspolitik betreiben.“ Aslan, die für die Grünen in den Nationalrat einziehen wird, möchte künftig jene Ressorts besetzen, die nicht maßgeschneidert für Migranten erscheinen. Als Juristin bringe sie Kompetenzen in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik und Steuerrecht mit, sie sei auch außenpolitisch versiert, nur eine Migrantenquotenfrau sei sie nicht.
Aygül Bêrîvan Aslan (Grüne) hat ein Ziel. Sie will einen, wie sie sagt, neuen Trend in das Parlament bringen: „Nicht jeder, der anders heißt, muss Integrationspolitik betreiben.“ Aslan, die für die Grünen in den Nationalrat einziehen wird, möchte künftig jene Ressorts besetzen, die nicht maßgeschneidert für Migranten erscheinen. Als Juristin bringe sie Kompetenzen in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik und Steuerrecht mit, sie sei auch außenpolitisch versiert, nur eine Migrantenquotenfrau sei sie nicht.
(c) Fabry
Mit Aslan wird erstmals eine Politikerin mit kurdischen Wurzeln im Parlament sitzen. Sie wurde 1981 in der Türkei geboren und kam mit fünf Jahren nach Österreich. In Telfs, wo sie aufgewachsen ist, wohnt sie auch heute. Vor ihrem Einstieg in die Politik war Aslan in den Bereichen Menschenrechte und Migration tätig. In der Politik ist sie eine Quereinsteigerin. Als sie im vorigen Jahr von der Grünen-Landesversammlung auf den zweiten Platz gewählt wurde, haben viele Delegierte erst kurz zuvor von ihr gehört. In der Community war sie bekannt: Bei den Wahlen erhielt sie auf der Bundesliste in Tirol 806 Vorzugsstimmen (Werner Faymann erhielt 821). Die Unterstützung innerhalb der türkischstämmigen Gemeinschaft sei aber nicht vorbehaltlos gewesen: Als Kurdin sei sie vom nationalistischen Teil nicht unterstützt worden. Wiederum andere hätten ihr geraten, ihren kurdischen Vornamen Bêrîvan bei der Kandidatur wegzulassen.
Mit Aslan wird erstmals eine Politikerin mit kurdischen Wurzeln im Parlament sitzen. Sie wurde 1981 in der Türkei geboren und kam mit fünf Jahren nach Österreich. In Telfs, wo sie aufgewachsen ist, wohnt sie auch heute. Vor ihrem Einstieg in die Politik war Aslan in den Bereichen Menschenrechte und Migration tätig. In der Politik ist sie eine Quereinsteigerin. Als sie im vorigen Jahr von der Grünen-Landesversammlung auf den zweiten Platz gewählt wurde, haben viele Delegierte erst kurz zuvor von ihr gehört. In der Community war sie bekannt: Bei den Wahlen erhielt sie auf der Bundesliste in Tirol 806 Vorzugsstimmen (Werner Faymann erhielt 821). Die Unterstützung innerhalb der türkischstämmigen Gemeinschaft sei aber nicht vorbehaltlos gewesen: Als Kurdin sei sie vom nationalistischen Teil nicht unterstützt worden. Wiederum andere hätten ihr geraten, ihren kurdischen Vornamen Bêrîvan bei der Kandidatur wegzulassen.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Sie gestikuliert sparsamer als Matthias Strolz. Aber was die Energiereserven betrifft, steht Beate Meinl-Reisinger (Neos) dem (hyper)aktiven Parteichef in nichts nach. Die stellvertretende Neos-Vorsitzende wird im Parlament fünf Ausschüsse betreuen, nebenbei den Wien-Wahlkampf planen und, ach ja, zwei Töchter hat die Juristin und fast fertige Fremdenführerin auch.
Sie gestikuliert sparsamer als Matthias Strolz. Aber was die Energiereserven betrifft, steht Beate Meinl-Reisinger (Neos) dem (hyper)aktiven Parteichef in nichts nach. Die stellvertretende Neos-Vorsitzende wird im Parlament fünf Ausschüsse betreuen, nebenbei den Wien-Wahlkampf planen und, ach ja, zwei Töchter hat die Juristin und fast fertige Fremdenführerin auch.
(c) Fabry
Fragt man Meinl-Reisinger nach ihrer Rolle in der Partei, sagt sie: „Integrationsfigur“. Weil sie mit allen gut könne. Aber sie kann auch gut Bühne, wie der Wahlkampf zeigte. „Ich wollte früher Schauspielerin werden“, sagt sie. Aufgewachsen in einer bürgerlichen Arztfamilie mit Grün-Affinität („zur Kindheitserinnerung gehört der Greenpeace-Sticker – ausgerechnet auf dem Auto“) wählte Meinl-Reisinger bei ihrer ersten Wahl das Liberale Forum. Man könnte sagen: Schon damals nahm sie den typischen Neos-Wähler vorweg. Politisch fiel die Klub-Alpbach-Niederösterreich-Präsidentin a. D. 2002 mit der Plattform für Schwarz-Grün auf. Sie landete bei der ÖVP: Via Wirtschaftskammer-Traineeprogramm kam sie zu Othmar Karas nach Brüssel, dann ins Kabinett von Familienstaatssekretärin Christine Marek. Mit ihr wechselte sie zur Wiener ÖVP, für die sie mit Strolz einen Bürgerbeteiligungsprozess aufsetzte. Das Projekt währte kurz: Erst ging Marek, dann Meinl-Reisinger. Der Rest ist Parteigeschichte in Pink.
Fragt man Meinl-Reisinger nach ihrer Rolle in der Partei, sagt sie: „Integrationsfigur“. Weil sie mit allen gut könne. Aber sie kann auch gut Bühne, wie der Wahlkampf zeigte. „Ich wollte früher Schauspielerin werden“, sagt sie. Aufgewachsen in einer bürgerlichen Arztfamilie mit Grün-Affinität („zur Kindheitserinnerung gehört der Greenpeace-Sticker – ausgerechnet auf dem Auto“) wählte Meinl-Reisinger bei ihrer ersten Wahl das Liberale Forum. Man könnte sagen: Schon damals nahm sie den typischen Neos-Wähler vorweg. Politisch fiel die Klub-Alpbach-Niederösterreich-Präsidentin a. D. 2002 mit der Plattform für Schwarz-Grün auf. Sie landete bei der ÖVP: Via Wirtschaftskammer-Traineeprogramm kam sie zu Othmar Karas nach Brüssel, dann ins Kabinett von Familienstaatssekretärin Christine Marek. Mit ihr wechselte sie zur Wiener ÖVP, für die sie mit Strolz einen Bürgerbeteiligungsprozess aufsetzte. Das Projekt währte kurz: Erst ging Marek, dann Meinl-Reisinger. Der Rest ist Parteigeschichte in Pink.
(c) Die Presse (Clemens Fabry)

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