Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Linz: Pühringers "Kronprinz" tritt zurück

Linz Puehringers Kronprinz tritt
Dobusch, Watzl
  • Drucken

Zuerst kündigte Bürgermeister Franz Dobusch seinen Rücktritt an, nun nimmt auch sein Vize Erich Watzl den Hut.

Oberösterreichs Hauptstadt verliert ihre Stadtchefs: SP-Bürgermeister Franz Dobusch und VP-Vizebürgermeister Erich Watzl gaben am Mittwoch bekannt, voraussichtlich mit 7. November den Hut zu nehmen. Dobusch sprach von einem "seit Jahren geplanten Rückzug", bei Watzl liegen hingegen "persönliche Gründe" vor. Neuer Stadtchef soll, die Wahl in den innerparteilichen Gremien und im Gemeinderat vorausgesetzt, der bisherige SP-Vize Klaus Luger werden.

"Ich habe keinen Tag bereut", bilanzierte der 62-jährige Dobusch nach 25 Jahren im Amt. Als seine Erfolge sieht er, dass sich Linz zu einer Kulturmetropole, zu einem sozialen Musterbeispiel und zur "saubersten Industriestadt" gemausert habe. Einen Zusammenhang seines Rücktritts mit dem verlustreichen "Swap-Deal" bestreitet er: Er habe bereits 2009 gewusst, dass er 2015 nicht mehr kandidieren werde, Druck aus der Landespartei habe es nicht gegeben. Von der Rücktrittsankündigung seines schwarzen Gegenübers Watzl eine Stunde nach seiner, sei er aber überrascht gewesen, so Dobusch.

>>> Reaktionen: Von Rosen und Staub

"Routine darf nicht Beliebigkeit werden"

Während Dobusch in Pension geht, will Watzl künftig wieder im Landesdienst arbeiten - vermutlich im Präsidium der Landesregierung, wo seine Laufbahn begonnen hatte. Dass er Eduard Pesendorfer als Landesamtsdirektor nachfolge, "wird nicht der Fall sein", betonte der 55-Jährige, der eine Rückkehr in die Politik ausschließt. Routine solle nicht zur Beliebigkeit werden, erläuterte er seinen Schritt. W

eder Dobuschs Abgang noch die Einbußen der ÖVP bei der Nationalratswahl hätten etwas damit zu tun. Er denke in Lebenszyklen, diese würden bei ihm stets sieben bis zehn Jahre dauern, sagte der scheidende Vizebürgermeister, der einst als "Kronprinz" von Landeshauptmann Josef Pühringer galt.

Neue Gesichter in der Stadtregierung

In der Stadtregierung wird es somit künftig etliche neue Gesichter geben: In der SPÖ-Riege hatten erst kürzlich Karin Hörzing und Christian Forsterleitner Finanzstadtrat Johann Mayr, der in der "Swap-Affäre" angeklagt wurde, und Christiana Dolezal, die in Pension ging, abgelöst. Hörzing steigt nun zur Vizebürgermeisterin auf, neues Stadtrat wird der bisherige Gemeinderat Stefan Giegler. Auf der Seite der Volkspartei wird vermutlich Klubobmann Bernhard Baier Watzl nachfolgen.

(APA)