Auch die ÖVP muss sich nun für einen Vergleich mit der Bawag einsetzen.
Es ist fraglich, was mehr Schaden verursacht hat: dass der Linzer Ex-Bürgermeister Franz Dobusch seine Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt hat, ohne diesen zu lesen, was den missglückten Swap-Deal erst ermöglichte. Oder dass Dobusch nach Bekanntwerden der schiefgegangenen Franken-Wette die berühmten drei Affen in Personalunion machte und so Monate ins Land ziehen ließ, ohne zu reagieren.
Klar ist auf jeden Fall, dass der Linzer Langzeitbürgermeister viel zu lange auf seinem Sessel klebte, bis er sich diese Woche endlich bemühte zurückzutreten. Hierbei hätte er sich schon länger ein Beispiel an seinen Salzburger Genossen nehmen können, die zwar ebenfalls vieles falsch gemacht, aber zumindest in diesem Punkt richtig gehandelt haben.
Klar ist aber auch, dass es nun keinen Grund mehr für die ÖVP gibt, nicht alles daranzusetzen, dass es so schnell wie möglich einen Vergleich mit der Bawag gibt. Denn jede weitere Verzögerung kostet die Steuerzahler Unsummen. Und ab jetzt wäre nicht mehr die SPÖ allein daran schuld.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2013)