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"Red-Bull-Steuer" soll französische Staatskasse füllen

Red Bull Dose
Clemens Fabry

Die Abgeordneten stimmten für eine saftige Abgabe auf Energy Drinks. Noch ist offen, ob die Steuer umgesetzt werden kann.

Wenn es nach den Abgeordneten geht, soll es in Frankreich bald eine "Red-Bull-Steuer" geben. Die Nationalversammlung stimmte am Donnerstag für einen Vorschlag, der die Einführung einer saftigen Abgabe auf Energy Drinks vorsieht. Sie könnte eine 0,25-Liter-Dose um rund 25 Cent teurer machen und soll Schätzungen zufolge rund 60 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen.

Begründet wird die Steuer mit Gesundheitsrisiken, die von diesen Getränken ausgehen könnten. In Studien wird davor gewarnt, der hohe Koffeingehalt könne zu Nervosität, Erregbarkeit und Schlaflosigkeit führen. Die französische Gesundheitsbehörde Anses empfahl jüngst in einem Gutachten, dass vor allem Kinder und Jugendliche auf den Konsum von Energy-Drinks verzichten sollten. Auch vor Risiken durch den gleichzeitigen Genuss von Alkohol wird gewarnt.

Ob die Steuer wirklich umgesetzt werden kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Nach dem Senat dürfte sich auch noch der Verfassungsrat mit dem Thema beschäftigen müssen. Er hatte schon im Vorjahr eine ähnliche Initiative nach Protesten der Getränkeindustrie gestoppt.

(APA/dpa)