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Frischzellenkur mit futuristischer Architektur

Heiße Sprudel. In den drei Wasserbecken der neuen „Kärnten Therme“ im Warmbad Villach tummeln sich neuerdings mehr Kinder und Vertreter der jüngeren Generation – zielgruppengerechte Investitionen flossen auch in das neue Hotel Karawankenhof.

Verwinkelt, futuristisch, schräg und jung – so präsentiert sich die neue „Kärnten Therme“ im Warmbad Villach, vertikal angeordnet auf vier Ebenen. Und überrascht mit gewagten Konstruktionen, mit viel Glas, frei schwebenden Ruheräumen und akzentuierten Asymmetrien. „Warmbad hat damit die längst fällige Frischzellenkur bekommen“, meint Thermenleiter Manfred Hübel. So tummeln sich denn auch zahlreiche Kinder und Jugendliche, aber auch viele junge Eltern im gar nicht stillen Wasser der neuen Therme auf Ebene eins. Dass das Thermalwasser auch gesund und heilkräftig ist, schmerzlindernd wirkt und unter anderem Muskeln, Knochen und Gelenken guttut, interessiert die Kinder und Jugendlichen, die da planschen, sich Adrenalinkicks am Rutschenturm holen oder im Crazy River beim Raften vergnügen, eher wenig. Auch die Tatsache, dass täglich 40 Millionen Liter Wasser aus sechs Warmbader Quellen sprudeln, lässt Kinder kalt. Da ist die Temperatur für Wasserratten, die ewig nicht aus dem vergnüglichen Nass wollen, schon interessanter: 28 bis 34 Grad, je nachdem, ob man sich im „heißen“ Outdoor-Thermalbecken tummelt oder im frei schwebenden Sportbecken mit erfrischenderem Nass und 25 Metern Länge.

46 Millionen Euro hat man in die Therme, die heuer ihren ersten vollen Sommer erlebt, investiert. „Inklusive Infrastruktur rundherum, also beispielsweise Parkhaus und Kreisverkehr“, betont Hübel. Die prognostizierte Besucherzahl dürfte man erreichen – 280.000 im Jahr, in allen drei Bereichen: Fun (der bereits angesprochene Spaß im Wasser auf 1140 Quadratmetern), Fitness (700 Quadratmeter) und Spa auf 2000 Quadratmetern.


Hotel für die junge Generation

Letzterer Bereich stellt die ruhigere Thermenkomponente dar, konveniert eher der Generation 30 plus und besteht unter anderem aus Saunalandschaft, Dampfbad, Hamam, Panorama-Whirpool, Thermalwasserlandschaft, Anwendungsräumen für Massagen und Beauty. Das Fitnessstudio zählt zu einem der modernsten Österreichs, bietet knapp 100 Hightechgeräte und fährt auch eine medizinische Schiene. Allfälliger Wermutstropfen: Es ist nur für Mitglieder und Gäste des neuen Hotels Karawankenhof zugänglich.

Das Viersternehotel – Kostenpunkt 13 Millionen Euro – ist ebenfalls mehr auf den jungen Geschmack getrimmt: bunt, spritzig, frisch. „Während das Fünf-Sterne-Nachbarhotel Warmbaderhof mehr den gediegenen und verwöhnten Gast anspricht, ist der Karawankenhof eher für jüngere und aktive Gäste sowie für Familien und wellnessbegeisterte Pärchen geeignet“, vermerkt Hübel. Wer der „Kärnten Therme“ im Sommer einmal untreu werden will, könnte einen der nahen Seen anpeilen oder die Fluten des Warmbader Urquellbeckens, das ein Unikat in Europa darstellt: Es befindet sich direkt auf der Quelle, der Inhalt erneuert sich alle drei Stunden komplett, Chlor und sonstige Chemikalien sind unnötig. Wassermäßiges Fremdgehen lohnt also. Und wer hüllenlos baden will, kann dies in der „Kärnten Therme“ in absehbarer Zukunft in Vollmondnächten tun.

Tageseintritt in die Therme für den Fun-&-Spa-Bereich 28€ (Erwachsene ab 16 Jahren); nur für den Fun-Bereich: Erwachsene 19,50€, Jugendliche von 13 bis 15 Jahren 14,50€, Kinder von vier bis zwölf Jahren 11,50€.

„Kärnten Therme“, ✆ 04242/30 01 27 50, www.kaerntentherme.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.10.2013)

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