Der RZB-Chef sieht eine Kapitalerhöhung durch Einen Ausschüttungsverzicht zu erreichen kritisch. Zudem würde das zu viele Jahre in Anspruch nehmen.
Dividenden einzubehalten, um damit Kapitalpolster aufzufüllen, sieht RZB-Chef und RBI-Aufsichtsratsvorsitzender Walter Rothensteiner kritisch. Wollte eine Bank eine maßgebliche Kapitalerhöhung durch Ausschüttungsverzicht ersetzen, "da müsste sie wohl zehn Jahre lang keine Dividende zahlen - doch dann gibt ihr niemand mehr Kapital", sagte der Banken-Bundeskreditspartenobmann am Donnerstag vor Journalisten.
Zum Vergleich: Bei der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI) belief sich die Ausschüttungssumme zuletzt auf rund 180 Mio. Euro.
Dividendenkürzungen zum Kapitalaufbau hält Rothensteiner nur in Einzelfällen und nur sehr kurzzeitig für sinnvoll. Auch dann könne meistens nur ein kleiner Teil eines Kapitalbedarfs damit finanziert werden. Ein nachhaltiges Instrument sei das "sicher nicht". "Wenn ich den Eigentümern nichts gebe, geben sie mir kein Kapital mehr."
(APA)