Commerzbank-Vorstand könnte Amt niederlegen

Tauziehen. Bei der geplanten Verkleinerung ihres Vorstandes zeichnet sich für die deutsche Commerzbank zumindest eine Teillösung ab.

Frankfurt am Main. Wie das "Handelsblatt" am Montag berichtete, könnte Vorstandsmitglied Jochen Klösges seinen Posten freiwillig räumen. "Das steuert auf eine einvernehmliche Lösung zu, er wird sein Amt wohl freiwillig niederlegen", sagte ein Insider dem Blatt. Für den 49 Jahre alten Manager habe sich eine "ausreichend attraktive Alternative" aufgetan, hieß es. Noch seien die Verträge nicht unterschrieben, doch es sehe gut aus. Ein Commerzbank-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

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Beim zweiten Vorstandsposten, dem Vernehmen nach geht es um Ulrich Sieber, gibt es dagegen kein Anzeichen für eine Lösung. Knackpunkt dürfte die Höhe der Abfertigung sein. Verhandlungen waren bisher an unterschiedlichen Vorstellungen gescheitert. Sollte Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller die Abberufung im Kontrollgremium durchboxen, könnten der zweitgrößten deutschen Bank Klagen drohen. Sie kann ihre Vorstände nur aus einem "wichtigen Grund" abberufen - etwa wegen einer Pflichtverletzung. Dies aber wird Sieber wie auch Klösges nicht vorgeworfen. Die Commerzbank betont "betriebliche Notwendigkeiten". Ob das als Begründung reicht, ist jedoch umstritten.

(APA/dpa-AFX)

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