Deutsche Bank
Wo sie überall Ärger hat
Die Deutsche Bank muss noch eine ganze Reihe von potenziell sehr teuren Altlasten aufarbeiten. Die Rückstellungen dafür belaufen sich inzwischen auf mehr als vier Mrd. Euro.
Mutmaßliche Bilanztricksereien, Hypothekenklagen, Zinsmanipulationen, der Kirch-Streit - die Deutsche Bank muss noch eine ganze Reihe von potenziell sehr teuren Altlasten aufarbeiten. Die Rückstellungen dafür belaufen sich inzwischen auf mehr als vier Mrd. Euro. Eine Übersicht über die Vorwürfe und Verfahren allein in den vergangenen zwölf Monaten:
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Rund 500 bewaffnete Polizisten sowie Steuerfahnder durchsuchen den Hauptsitz der Bank in Frankfurt und andere Büros. Die Großrazzia steht in Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Steuerbetrugs im Handel mit CO2-Zertifikaten. Co-Vorstandschef Fitschen und Finanzchef Stefan Krause gehören zu den 25 Mitarbeitern der Bank, gegen die in der Affäre wegen schwerer Steuerhinterziehung ermittelt wird.
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Ein Gericht in Mailand verurteilt die Deutsche Bank neben drei anderen Banken, weil sie Zinswetten mit der Verwaltung der italienischen Finanzmetropole eingegangen waren, die die Stadt letztlich übervorteilten. Die Bank hat Berufung angekündigt. Klagen von rund 600 weiteren Kommunen in Italien sind noch anhängig.
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Die Deutsche Bank muss im Rechtsstreit mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Im Juli einigen sich beide Streitparteien auf einen Gutachter, der binnen eines Jahres die Höhe des von der Bank verursachten Schadens ermitteln soll.
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Der Verdacht auf Tricksereien bei einem viel beachteten Marktindex<(/b> für Swap-Geschäfte (Isdafix) ruft neben den US-Regulierern auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin auf den Plan. Sie fordert Informationen von deutschen Geldhäusern an, darunter auch die Deutsche Bank. Das Institut äußert sich nicht dazu.
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Vier Händler, die wegen mutmaßlicher Tricksereien bei den Zinssätzen Euribor und Libor entlassen worden waren, müssen wieder eingestellt werden. Die Bank selbst habe den Interessenkonflikt heraufbeschworen, der zu den Entlassungen geführt habe, urteilt das Frankfurter Arbeitsgericht.
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Der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae reicht im Zinsskandal Klage gegen die Deutsche Bank und acht andere Großbanken ein und fordert insgesamt mehr als 800 Mio. Dollar Schadenersatz. Fannie Mae erklärt, die Firma habe bei Zins- und Hypothekengeschäften Geld verloren, weil es bei der Festlegung des zugrundeliegenden Interbanken-Satzes Libor über Jahre Tricksereien gegeben habe.
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Gegen Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen wird wegen Prozessbetrugs ermittelt. Die Staatsanwaltschaft München wirft ihm vor, im Schadenersatz-Prozess der Erben des Medienmoguls Leo Kirch die Unwahrheit gesagt zu haben. Es ist der zweite Fall, in dem Fitschen als Beschuldigter geführt wird. In Frankfurt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Umsatzsteuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Betrug mit CO2-Verschmutzungsrechten.
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