Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Asylwerber nutzten Bühne des Leopold-Ungar-Preises

Archivbild: Ein Transparent in der Aula der Akademie der Bildenden Künste, aufgenommen am Montag.
Archivbild: Ein Transparent in der Aula der Akademie der Bildenden Künste, aufgenommen am Montag.(c) APA/HELMUT FOHRINGER
  • Drucken

Nach ihrem Auszug aus der Akademie der Bildenden Künste rollten die Aktivisten bei der Journalistenpreisverleihung Transparente aus. Laut Caritas waren sie auf der Bühne "willkommen".

Die "Servitenkloster"-Asylwerber haben am Dienstagabend die Bühne der Leopold-Ungar-Journalistenpreisverleihung für eine Protestkundgebung genutzt. Bei der Aktion hätten einige der Betroffenen Transparente ausgerollt und Sprüche wie "No border, no nation - stop deportation" oder "Refugees are welcome here" gerufen, sagte Caritas-Wien-Geschäftsführer Klaus Schwertner. Er betonte, die Caritas habe die Aktivisten "herzlich willkommen geheißen", man habe es nicht als Störaktion empfunden.

Die Flüchtlinge, die eine Woche lang in der Akademie der Bildenden Künste und davor im Wiener Servitenkloster gelebt haben (und davor in der Votivkirche), seien nach einigen Minuten wieder abgezogen, sagte Schwertner. Die von ihm ausgesprochene Einladung, auf der Bühne über ihre Anliegen zu sprechen, wurde nicht angenommen, so Schwertner. Er betonte, über die Aktion im Vorfeld informiert gewesen zu sein.

Caritas beschimpft?

Die Caritas finde die Aktion auch gut, weil die Betroffenen vor vielen Journalisten ihre Anliegen äußern konnten. Sie hätten ihre Verzweiflung zum Ausdruck gebracht, denn sie wüssten nicht, wie es weitergeht. Journalisten berichteten via Kurznachrichtendienst "Twitter" allerdings auch von Beschimpfungen durch Unterstützer der Asylwerber in Richtung Caritas.

Schwertner betonte, dass sich die Caritas weiterhin mit den Anliegen der Asylwerber solidarisch zeige, auch wenn durch die Umbauarbeiten im Servitenkloster dieses nicht mehr als Unterkunft für die Betroffenen zur Verfügung stehen kann. "Das heißt nicht, dass wir sie nicht weiter unterstützen." Er betonte, dass es auch ein Angebot der Pfarre Schwechat gebe, einen Versammlungsraum zu nutzen und dass jeder der Betroffenen ein Angebot vom Fonds Soziales Wien für einen Schlafplatz habe. Es liege an den Betroffenen, die Hilfe auch anzunehmen, sagte der Geschäftsführer.

(APA)