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Fußballfan geschlagen: Steirischer Polizist verurteilt

Polizeibeamte beim Relegationsspiel zwischen GAK und Hartberg
Polizeibeamte beim Relegationsspiel zwischen GAK und Hartberg(c) Gepa
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Der Beamte soll einem Fan mit einem Schlagstock einen Leberriss verpasst haben. Nun wurde er - nicht rechtskräftig - zu bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt.

Ein 35-jähriger Polizist ist am Donnerstag am Grazer Straflandesgericht wegen schwerer Körperverletzung verurteilt worden. Der Beamte soll im Juni 2012 bei den Ausschreitungen beim Relegationsspiel zwischen GAK und Hartberg einen Fan mit dem Schlagstock einen lebensgefährlichen Leberriss verpasst haben. Die Prozessfortsetzung endete für den Angeklagten mit einer bedingten Haft von fünf Monaten sowie einer Geldstrafe von 4500 Euro. Die Verteidigung kündigte volle Berufung an.

Bei dem Match war es zu einem Platzsturm durch erboste GAK-Fans gekommen, die ihren Unmut über das schlechte Spiel ihres Klubs nicht zügeln konnten. Dabei war die Polizei im Großeinsatz. Der 35-jährige Polizist soll dabei einem randalierenden Fan mit dem Schlagstock einen "stichartigen Stoß" versetzt haben. Der Beschuldigte gab beim ersten Verhandlungstag im Oktober an, er könne sich an den Vorfall nicht mehr erinnern, damals sei zu viel los gewesen. Es sei für ihn insgesamt eine Notwehrsituation gewesen.

Richter Martin Wolf glaubte dem Beschuldigten nicht, in Notwehr gehandelt zu haben und verurteilte den Beamten wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung. Bereits im Frühjahr waren 16 GAK-Fans wegen der Ausschreitungen vor Gericht, die meisten wurden verurteilt. Das Opfer des Polizisten war übrigens nicht unter den Angeklagten.

(APA)