Neos-Chef in "Zeit im Bild" begehrt

Neos-Chef in
Matthias StrolzAPA/GEORG HOCHMUTH

TV-Analyse. Regierungsvertreter gaben nach der Wahl relativ wenig O-Töne ab. Viele Berichte gab es über das kriselnde Team Stronach.

Wien. „War schon der Wahlkampf von einer beispiellosen Inhaltsleere geprägt, so trifft dies in noch stärkerem Maße auf die Wochen nach der Nationalratswahl zu." Mit diesen Worten analysiert Walter Schwaiger, Geschäftsführer von MediaAffairs, den Auftritt der Politiker im ORF. Die Daten der Sendungen „Zeit im Bild 1" und „ZiB 2", die Schwaiger für die „Presse", analysiert, zeigen, dass die Vertreter der Regierungsparteien im Oktober mit deutlich weniger O-Tönen als zuletzt vertreten waren. Hauptgrund dafür dürfte aber die bewusste Zurückhaltung bei Wortspenden zu den Regierungsverhandlungen sein.

Vergleichsweise breiten Raum widmeten die „ZiB"-Sendungen den neu in das Parlament eingezogenen Neos und speziell dem vor Turbulenzen strotzenden Team Stronach. Dieses erhielt in der „ZiB 2" mit knapp einem Drittel der innenpolitischen Berichterstattung sogar am meisten Sendezeit. In der „ZiB 1" landete aber die SPÖ mit 25 Prozent auf Platz eins, dicht gefolgt von der ÖVP. Auffällig die geringe Sendezeit für die FPÖ: Kam sie in der „ZiB 1" auf neun Prozent, so war es in der „ZiB 2" sogar nur noch ein Prozent.

Am meisten persönlich zu Wort kam nach dem geglückten Parlamentseinzug Neos-Chef Matthias Strolz, gefolgt von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ). Sie stand nach der Rückkehr wegen ihrer krankheitsbedingten Absenz im Mittelpunkt. (aich)