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Vertrauensindex: Pühringer führt, Häupl fällt

Josef Pühringer und Michael Häupl(c) APA (Montage: Presse Digital)
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Das meiste Vertrauen genießen Ober- und Niederösterreichs Landesfürsten. Im eigenen Bundesland erhält Hans Niessl den höchsten Wert.

Welchem Landeshauptmann vertrauen Sie am meisten? Diese Frage war er Ausgangspunkt des aktuellen APA/OGM-Vertrauensindexes, der am Freitag veröffentlicht wurde. Den größten Zuspruch erhielten dabei die Landesfürsten von Oberösterreich und Niederösterreich, Josef Pühringer und Erwin Pröll (beide ÖVP). Auch im eigenen Bundesland liegen sie weit vorne.

Konkret liegt Pühringer mit einem Wert von 34 Punkten österreichweit an der Spitze der Vertrauensskala. Ihm folgt Pröll mit 23 Punkten. Der steirische SP-Landeshauptmann Franz Voves liegt auf Platz drei mit 20 Punkten - und konnte seit der letzten Befragung im Jahr 2010 die stärksten Zuwächse verzeichnen.
Das größte Vertrauen im eigenen Bundesland genießt allerdings Burgenlands SP-Landeshauptmann Hans Niessl (59 Punkte). Bundesweit kommt er mit nur neun Punkten auf Platz vier.

Der erst im März dieses Jahres zum Kärntner SP-Landeshauptmann gewählte Peter Kaiser hat österreichweit sechs Vertrauenspunkte. Auf ihn folgen Tirols Landeshauptmann Günther Platter und sein Salzburger Kollege Wilfried Haslauer (beide ÖVP). Vorarlbergs schwarzer Landeschef Markus Wallner erhielt drei Punkte.

Häupl fällt ins Minus

Als einziger Landeshauptmann ins Minus fiel Wiens rotes Stadtoberhaupt Michael Häupl. Er wird mit 25 Punkten auch im eigenen Bundesland am schwächsten beurteilt und hat im Vergleich zu 2010 mit zehn Punkten bundesweit am meisten verloren.

Für den Vertrauensindex wurden im November 500 Österreicher ab 16 Jahren online befragt, ob sie dem jeweiligen Politiker vertrauen oder nicht. Aus den Ja- und Nein-Stimmen wurde ein Saldo gebildet und dann ein Ranking erstellt. Im Vergleich mit dem Vertrauensindex für Bundespolitiker zeigt sich, dass die Landeshauptleute sowohl im eigenen Bundesland als auch österreichweit mehr Vertrauen genießen als die Mitglieder der Bundesregierung.

(APA)