Gute Führung

Wie tun mit Straftätern im Team?

Marin Goleminov
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Wer von einem Strafgericht bedingt verurteilt wird, kann arbeiten gehen. Eine Herausforderung für die Betroffenen, aber auch für ihr berufliches Umfeld.

Dieser Tage wurde wieder augenscheinlich, was es heißt, wenn jemand von einem Strafgericht zu einer bedingten Strafe verurteilt wird: Die angeklagte Person wird zwar schuldig ge­sprochen, weil das Gericht zweifelsfrei davon überzeugt ist, dass sie eine gerichtlich strafbare Handlung begangen hat. Eine Strafe aber wird in diesem Fall nachgesehen. Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass die bloße Strafandrohung genügt, um den Straftäter von weiteren strafbaren Handlungen abzuhalten. Die verurteilte Person bleibt also auf freiem Fuß – und kann daher arbeiten.

Was zu einigen Fragen führt, wie die betroffene Person und ihr Umfeld mit dieser Situation am besten umgehen. „In vielen Fällen merkt das Umfeld gar nicht, dass jemand verurteilt wurde“, sagt Jürgen Kaiser. Er ist Leiter der Sozialarbeit beim Verein Neustart, der sich der Resozialisierungshilfe für Straffällige, Unterstützung von Opfern und Prävention annimmt. Denn oft seien die letztlich Verurteilten nicht in Untersuchungshaft gewesen, und es falle daher oft kaum auf, wenn jemand für einige (Verhandlungs-)Tage im Unternehmen fehle. Beispielsweise nach einem Diebstahl oder einem schweren Verkehrsunfall, bei dem andere zu Schaden gekommen sind.

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