In Europa war aufgrund der deutschen Regierungsbildung in Deutschland und guten deutschen Verbraucherstimmungsdaten die Grundstimmung an den Börsen freundlich.
Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, zu Mittag bei moderatem Volumen mit knapp behaupteter Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.642,88 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 3,17 Punkten bzw. 0,12 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,21 Prozent, FTSE/London +0,19 Prozent und CAC-40/Paris +0,14 Prozent.
Der ATX pendelte zu Mittag weiter um seinen Vortageswert. In Europa war aufgrund der deutschen Regierungsbildung in Deutschland und guten deutschen Verbraucherstimmungsdaten die Grundstimmung an den Börsen freundlich. Am Nachmittag könnten noch US-Konjunkturdaten für Bewegung sorgen.
Unter den Einzelwerten verloren die Aktien von Raiffeisen Bank International (RBI) nach Auftaktgewinnen 0,11 Prozent auf 27,38 Euro. Der Konzern-Periodenüberschuss hat sich in den ersten drei Quartalen 2013 wie von Analysten erwartet mehr als halbiert. Im dritten Quartal konnte die RBI aber die Konsensprognosen bei Gewinn und Umsatz übertreffen. Die Experten von Citi Research strichen die starken Umsätze und die gute Kostenkontrolle hervor, sodass der Konzern trotz hoher effektiver Steuerbelastungen im abgelaufenen Quartal überzeugen konnte.
Verbund verteuerten sich an der Indexspitze bei hohem Volumen um 2,61 Prozent auf 16,49 Euro. Am Dienstag waren die Versorgertitel noch um knapp 2,5 Prozent abgerutscht. Erste Group büßten hingegen 0,47 Prozent auf 25,60 Euro ein. Kapsch TrafficCom stiegen nach Zahlen um 0,98 Prozent auf 41,39 Euro. Der Mautsystem-Hersteller hat im ersten Halbjahr 2013/14 den Verlust verringert und war operativ wieder positiv.
Auch zwei Immobilien-Konzerne legten Quartalsberichte vor. conwert kletterten um 0,81 Prozent auf 9,24 Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 7,9 Prozent von 91,6 auf 98,8 Mio. Euro und das Konzernergebnis nach Minderheiten von 12,1 auf 28,5 Mio. Euro, teilte conwert Dienstagabend mit. Vor allem das FFO, ein für Immobilienkonzerne angepasstes operatives Ergebnis, überraschte für Analystin Christine Reitsamer von Kepler Research positiv.
Auch bei CA Immo strich die Kepler-Expertin die gute operative Performance hervor. Durch Sondereffekte im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung des Hessen-Portfolios sowie dem Teilverkauf des Tower 185 ergab sich im dritten Quartal ein um 18 Prozent höheres EBIT von 208,6 (Vorjahresperiode: 176,8) Mio. Euro. Analysten hatten bloß 196,3 Mio. Euro erwartet. Die Aktien kletterten im Mittagshandel um 0,54 Prozent auf 12,00 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach 9.25 Uhr bei 2.649,98 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.20 Uhr bei 2.640,05 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,12 Prozent tiefer bei 1.298,29 Punkten. Im prime market zeigten sich 15 Titel mit höheren Kursen, 21 mit tieferen und keiner unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 1.052.035 (Vortag: 1.682.492) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 32,330 (37,19) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 179.116 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,17 Mio. Euro entspricht.
(APA)