Oberbank und BTV mit deutlichem Ertragsplus

Nach neun Monaten legen die Überschüsse deutlich zu, noch kräftiger werden allerdings die Risikovorsorgen gesteigert, das Plus fällt bei beiden Banken deutlich zweistellig aus.

Innsbruck/Linz/Wien. Die zur 3-Banken-Gruppe zählende börsennotierte Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) hat in den ersten drei Quartalen 2013 mehr verdient als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Konzernperiodenüberschuss stieg bis Ende September um 15 Prozent von 45,1 auf 51,8 Mio. Euro, geht aus dem am Freitag veröffentlichten Quartalsbericht hervor.
Der Zinsüberschuss konnte um 7 Prozent auf 133,2 (124,3) Mio. Euro verbessert werden, der Provisionsüberschuss stieg um 6,2 Prozent auf 33,7 (31,7) Mio. Euro.

Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wurden um 17,6 Prozent auf 32,9 (28,0) Mio. Euro erhöht. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 72,1 (70,1) Mio. Euro. Vor Steuern ergab sich ein Überschuss von 66,6 (56,3) Mio. Euro. Die Bilanzsumme verringerte sich um 2,0 Prozent auf 9,3 (9,5) Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr 2013 wird ein Jahresüberschuss erwartet, "der es wieder erlaubt, eine Rücklagendotation zur Stärkung der Kapitalbasis durchzuführen und den Aktionären einen angemessenen Dividendenvorschlag zu präsentieren", heißt es im Aktionärsbrief.

Risikovorsorgen klettern um 21 Prozent

Der Gewinn der ebenfalls zur 3-Banken-Gruppe zählenden Oberbank ist in den ersten drei Quartalen 2013 trotz deutlich erhöhter Risikovorsorgen um 8,2 Prozent auf 97,2 (Vorjahr: 89,8) Mio. Euro gestiegen. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wurden um 21 Prozent auf 53,1 (43,9) Mio. Euro erhöht, geht aus dem heute, Freitag, veröffentlichten Aktionärsbrief hervor.
Das Zinsergebnis konnte in den ersten neun Monaten um 11 Prozent auf 255,3 (230,1) Mio. Euro verbessert werden, das Provisionsergebnis legte um 5,3 Prozent auf 86,0 (81,6) Mio. Euro zu. Der Verwaltungsaufwand stieg um 2,6 Prozent auf 181,0 (176,5) Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern machte 114,2 (108,2) Mio. Euro aus.

Bei den Spareinlagen kam es zu einem Rückgang um 2,4 Prozent auf 3,3 (3,4) Mrd. Euro, die Primärmittel insgesamt stiegen allerdings um 1,6 Prozent auf 11,8 (11,6) Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote fiel gegenüber Ultimo 2012 auf 11,52 (11,88) Prozent zurück.

Das Oberbank-Management erwartet für das Gesamtjahr 2013 sowohl bei den Krediten als auch bei den Einlagen ein ähnliches Wachstum wie in den ersten drei Quartalen. Trotz des Niedrigzinsniveaus werde das Zinsergebnis steigen. Die Risikovorsorgen werden aber über denen des Vorjahres liegen. Insgesamt werde das Vorjahresergebnis übertroffen werden.

(APA/ekh)


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