Wiener Börse am Vormittag schwächer

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Wiener Börse(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die aktuellen Daten zum heimischen Arbeitsmarkt fielen enttäuschend aus.

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag im Frühhandel mit Abschlägen gezeigt. Der heimische Leitindex ATX notierte um 9.15 Uhr bei 2.633,42 Zählern um 12,25 Punkte oder 0,46 Prozent unter dem Freitag-Schluss (2.645,67). Bisher wurden 205.474 (Vortag: 163.777) Aktien gehandelt (Einfachzählung).

Die europaweite Abwärtstendenz, die auch den ATX erfasst, wurde laut Händlern von dem schwachen Einkaufsmanagerindex der spanischen Industrie unterstützt. Trotz jüngst beendeter Rezession fiel der Stimmungsindikator in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im November von 50,9 Punkte auf 48,6 Zähler und damit unter die Wachstumsschwellen von 50 Punkten. Experten hatten mit einem leichten Anstieg auf 51,1 Einheiten gerechnet.

Enttäuschend fielen auch aktuelle Daten zum heimischen Arbeitsmarkt aus. Im Vergleich zum Vorjahr waren im November um 10,8 Prozent mehr Personen ohne Job, Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet also 381.582 Personen (plus 37.061). Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition legte um 0,7 Prozentpunkte auf 8 Prozent zu.

Die Raiffeisenbank International (RBI) will wie berichtet ihre ukrainische Tochter Bank Aval verkaufen. Wie am Wochenende bekannt wurde verhandelt die Bank derzeit exklusiv, also ausschließlich, mit der Alfa-Bank rund um den russischen Oligarchen Michail Fridman. Dies berichtete der "Standard" in seiner Wochenendausgabe. Die RBI kommentiert das gegenüber der Zeitung nicht. Die Raiffeisen-Aktien zeigten sich wenig auffällig mit einem Minus von 0,70 Prozent auf 26,92 Euro, während die Aktien des Branchenkollegen Erste Group sogar um 1,16 Prozent auf 25,61 Euro abrutschten.

Die weiteren Schwergewichte zeigten sich hingegen wenig verändert gegenüber ihren Schlusskursen am Freitag. OMV befestigten sich um 0,26 Prozent auf 36,15 Euro, voestalpine tendierten mit minus 0,04 Prozent auf 36,59 Euro knapp behauptet und Andritz gaben 0,59 Prozent auf 46,39 Euro nach. Immofinanz verloren mit 0,79 Prozent auf 3,50 Euro etwas stärker.

Die Analysten der Berenberg Bank haben indessen ihre Empfehlung für die Aktie der heimischen Vienna Insurance Group (VIG) von "buy" auf "hold" revidiert. Das Kursziel wurde gleichzeitig von 43,40 auf 41,20 Euro reduziert. Die VIG-Papiere sanken im Frühhandel um 0,32 Prozent auf 38,50 Euro.

(APA)

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