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2 Mio. Passwörter von Facebook, Google und Yahoo abgegriffen

A magnifying glass is held in front of the word ´password´ on a computer screen in this picture illustration taken in Berlin
(c) REUTERS (Pawel Kopczynski / Reuters)

Ein Netz aus infizierten Zombie-Rechnern hat in mehr als 100 Ländern Nutzerdaten gesammelt. Unter den Opfern auch ein großer Personalabrechner.

Zwei Millionen Datensätze von Nutzern diverser Online-Dienste und Kunden eines großen Personalabrechners sind in die Hände von Kriminellen gelangt. Sicherheitsexperte Daniel Chechik von Trustwave schreibt, dass die Daten auf einem niederländischen Server entdeckt wurden, der offenbar von einem Botnet mit Daten beschickt wurde. Das Botnet besteht aus Computern in mehr als 100 Ländern, die mit einem PC-Schädling infiziert sind. Welcher Virus genau, ist noch unklar.

Die entdeckten Datensätze stammen vornehmlich aus bekannten Online-Diensten. Mehr als 318.000 Login-Daten stammen von Facebook, 59.549 von Yahoo und 54.437 von Google. Auch Twitter, LinkedIn und russische Online-Netzwerke sind unter den Opfern. Beunruhigend ist, dass auch Daten eines der weltweit größten Personalabrechners abgegriffen wurden. ADP kümmert sich um Personaladministration und Endgeltabrechnung bei 660.000 Kunden weltweit. Die meisten Daten wurden in den Niederlanden selbst gesammelt, an dritter Stelle folgt nach Thailand aber bereits Deutschland mit 7029 gestohlenen Passwörtern. Wie so oft waren die am häufigsten benutzten Passwörter auch die unsichersten. in 15.820 Fällen wurde das Passwort "123456" verwendet. 

> Zur Analyse von Trustwave

(Red.)