Alpine: Klagen gegen Erste Bank und FMA

Wien/Wals. Nach der Ankündigung des Gläubigerschutzverbandes Creditreform, Sammelklagen für Anleihegläubiger der insolventen Alpine einzubringen, hat nun ein erster Anwalt eine Anzeige wegen angeblicher Anleger-Täuschung gegen die Erste Bank bei der FMA für rund hundert Anleihe-Zeichner eingebracht. Das berichtet der "Kurier" (Donnerstag). Bei der FMA ist noch keine Anzeige eingetroffen, hieß es zur APA.

Laut der Zeitung dreht es sich um die Anleihe-Emission 2011. Weitere Anleihen hatte es aber auch 2010 und 2012 gegeben. Der Anwalt argumentiert, die Bank habe die Kunden weder auf das Risiko einer Veranlagung in die 2011er-Schuldverschreibung der Alpine noch auf die "latente Konkursgefahr bei der Alpine" hingewiesen. Die Bank wischt das gegenüber der APA weg: "Wir haben sicher nicht fehlberaten", sagte eine Sprecherin.

"Lead-Managerin" der Anleihe

Auch sie kenne den konkreten Inhalt der Anzeige nicht, wie sie sagte. Basis für die Anleihe sei ein gesetzeskonformer Prospekt gewesen. Die Erste Bank war 2011 sogenannte "Lead-Managerin" der Anleihe. Die schlechte Lage der Alpine sei erst im Oktober 2012 bekannt geworden, so die Banksprecherin. In der Anzeige wird laut "Kurier" gemutmaßt, der Erste Bank sei die schwache Lage der Baufirma damals bereits "bestens bekannt" gewesen. Die Bank weist dies zurück.

Anleihegläubiger werden den Angaben der Creditreform zufolge weiters auch noch gegen die Organe der Alpine, die spanische Konzernmutter FCC, die Alpine Holding und weitere Banken klagen.

(APA)

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