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EZB-Präsident Draghi drängt auf Bankenunion

EZB-Chef Draghi
EZB-Chef DraghiEPA
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Der EZB-Präsident warnt vor "Nationalismus und Protektionismus" in Europa.

EZB-Präsident Mario Draghi drängt auf eine Umsetzung der Bankenunion in Europa und warnt vor der Gefahr von Nationalismus und Protektionismus in Europa. "Die Agenda der Reformen im Finanzsektor muss konsolidiert werden. In dieser Agenda gibt es keinen Platz für eine Rückkehr zu Nationalismus und Protektionismus", erklärte Draghi in einer Ansprache in Rom.

Wichtig sei eine Konsolidierung des Haushalts der einzelnen EU-Mitglieder mit wachstumsorientierten Maßnahmen und strukturellen Reformen im Bereich Produktion und Beschäftigung. Die Schaffung einer Bankenunion und die Überprüfung der Lage der Banken im EU-Raum seien wesentliche Schritte, um das Bankensystem zu stabilisieren, so Draghi bei einer Wirtschaftskonferenz in der italienischen Hauptstadt.

Die EZB habe außerordentliche Maßnahmen gegen die Gefahr eines Bruchs im Euroraum ergriffen. Die EZB könne nicht die Regierungen ersetzen, wenn es um Reformen gehe. Seit Beginn der Finanzkrise habe sich die EZB stark gegen eine Fragmentierung der Märkte im Euroraum oder gegen eine Rückkehr zu den nationalen Währungen eingesetzt. "Damit hat die EZB die Preisstabilität und die notwendigen Bedingungen für Wachstum gesichert", meinte Draghi.

(APA)