(Tempo-)Sünde

Mit dem Vormerksystem will man Risikolenker bremsen, doch Geschwindigkeitsübertretungen werden gar nicht vorgemerkt.

D
a werden sie aber zittern, die jun gen Wilden mit ihren schnittigen GTIs, BMWs und Sowiesos. Das Vormerksystem ist da! Wer ab jetzt erwischt wird, riskiert alles - sprich: den Führerschein. Wer ab jetzt erwischt wird, wird vorgemerkt. Noch ein Verstoß und man muss zur Nachschulung, ein drittes Mal und das rosa Papier ist weg. Das gilt für Drängler, "Rotlicht-Überfahrer", Alkosünder etc. Und die Raser? Wo finden sich die? Im Vormerksystem jedenfalls nicht. Natürlich bleibt Geschwindigkeitsübertretung, die Unfallursache Nummer eins, weiterhin strafbar. Aber vorgemerkt wird sie nicht.

Und wenn schon: Alles, was registriert wird, bleibt zwei Jahre gespeichert, dann wird's gelöscht. Zwei Jahre! Hochrechnungen ergeben, das man etwa 30 Jahre fahren kann, um einmal in eine Alkokontrolle zu geraten. So gesehen ist das Präventiv-System ansatzweise richtig, praktisch aber eine (Tempo-)Sünde.

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