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Im Iran verschwundener US-Bürger soll CIA-Agent sein

Medienberichten zufolge war Robert Levinson im Auftrag des Geheimdienstes im Iran. Die Mission soll offiziell aber nicht genehmigt worden sein.

Informationen, die auf seinen Verbleib hinweisen, sind dem FBI eine Million Dollar wert: Im vergangenen Jahr hat die Ermittlungsbehörde vermutet, dass ihr ehemaliger Agent Robert Levinson in Afghanistan, Iran oder Pakistan festgenommen wurde. Das letzte Mal wurde Levinson im März 2007 gesehen, und zwar auf der Insel Kisch im Persischen Golf. Er habe Untersuchungen im Bereich Zigarettenschmuggel geführt. Zwar sei Levinson nicht mehr für das FBI tätig, aber er gehöre dennoch zur Familie, wurde im vergangenen Jahr die Höhe der Belohnung kommentiert.

Neuesten Medienberichten zufolge soll Levinson ein Agent des Geheimdienstes CIA sein. Demnach soll seine Mission im Iran bzw. auf der Insel Kisch nicht genehmigt worden sein. Daher habe das Verschwinden Levinsons innerhalb der CIA für einen Skandal gesorgt, wobei einige betroffene Agenten auch entlassen wurden. Behördenwege wurden umgangen. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AP und der "Washington Post" sollte Levinson vor Ort Informationen über das Atomprogramm sowie Korruption einholen.

Damit der Fall nicht vor dem Gericht landet, habe der CIA seiner Familie umgerechnet rund 1,8 Millionen Euro bezahlt. Die letzten Fotos aus dem Jahr 2011 zeigen Levinson mit langem Bart; sollte er am Leben sein, ist er heute 65 Jahre alt.

(Red./APA)