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Troika gibt neue Hilfsgelder für Griechenland nicht frei

Greek Presidential Guards hoist the Greek flag in front of the Parthenon temple at the Acropolis hill in Athens
(c) REUTERS (John Kolesidis / Reuters)
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Die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und den Gläubigern endeten ergebnislos. Die EU fordert mehr Sparanstrengungen.

Die Gläubiger-Troika und die griechische Regierung haben am Montagabend Gespräche über die Reformbemühungen des Euro-Krisenlandes ergebnislos beendet. Das teilte der griechische Finanzminister Yannis Stournaras in Athen mit. Die Gläubiger fordern eine Reform des verschuldeten staatlichen Rüstungsunternehmens EAS, damit Athen eine weitere Hilfstranche in Höhe von einer Milliarde Euro erhält.

Stournaras erwartete nicht, dass die europäischen Finanzminister am Dienstag neue Hilfsgelder freigeben könnten. Dies sei "nie geplant" gewesen. Zunächst kommen die Ressortchefs der Euro-Länder am Abend zusammen, um über die künftigen Regeln zur Bankenabwicklung zu beraten. Es geht um nationale Absicherungen für die Zeit, in der ein europäischer Fonds noch nicht ausreichend gefüllt ist. Am Mittwoch kommen dann die Finanzminister aller 28 EU-Staaten zusammen.

Bei den jüngsten Gesprächen in Athen ging es unter anderem auch um Bemühungen, den staatlichen Bergbaukonzern Larko und den Lastwagenbauer ELVO zu privatisieren. Die Vertreter der Gläubiger-Troika werden im Jänner wieder in Athen erwartet, wie Stournaras weiter sagte. Die griechische Regierung hatte eigentlich auf einen Abschluss der Prüfmission bis Jahresende gehofft, damit ihre am 1. Jänner beginnende EU-Ratspräsidentschaft nicht von den Problemen überschattet wird.

Griechenland hängt seit 2010 am Tropf der Europartner und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Zwar verabschiedete das Parlament in Athen Anfang des Monats ein Sparbudget. Doch sieht die Gläubiger-Troika, der neben dem IWF auch Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission angehören, ein milliardengroßes Finanzierungsloch und fordert mehr Spar- und Reformanstrengungen.

 

(APA/AFP)