Gartenkralle

Die schöne Annabelle

Die Waldhortensie Hydrangea arborescens braucht viel Sonne.
Die Waldhortensie Hydrangea arborescens braucht viel Sonne.Ute Woltron
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In der verwirrenden Genealogie der großen Gattung Hydrangea sind zahllose Schönheiten auszumachen, darunter eine spezielle Art, die auch Sonnengärtner mit Freude erfüllt.

Die Vereinfachung komplizierter Sachverhalte ist dieser Tage groß in Mode. Tatsächlich treibt die Simplifizierung derzeit die tollsten Blüten, zumindest in der Theorie. Da wir Gartenmenschen eher der Praxis zugeneigt sind, weil wir zum Dank für all das Graben und Herumarbeiten gern auch echte Blüten sehen wollen, empfehlen sich die sorgfältige Recherche sowie die insbesondere in politischen Debatten recht unbeliebte Differenzierung, bevor wir verallgemeinernden Behauptungen Glauben schenken. Das trifft im Reich der Botanik auch auf die Gattung Hydrangea zu, also auf die beliebten Hortensien.

Eine irreführende Theorie

Die gängige, viel zu simple und damit gelegentlich irreführende Theorie behauptet: Hortensien seien Waldpflanzen, niemals dürfe man sie in die Sonne setzen, keinesfalls in Kalkböden, und gegossen würden sie ausschließlich mit weichem Wasser, sonst gingen die Schönen dahin. Das ist richtig, wenn es sich um die sogenannte Gartenhortensie Hydrangea macrophylla handelt. Doch die Gattung ist riesengroß, sie umfasst an die 80 weitere Arten, und heute steht eine von ihnen im Mittelpunkt, die der verallgemeinernden Theorie Hohn spricht.

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