Am End' kommt noch der Sallmutter

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ier Jahre sind es her, seit Susanne Riess-Passer zum schwarz-blauen Halali auf Hans Sallmutter blies. Bei der endlosen und endlos peinlichen Demontage des roten Präsidenten im Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat man es leider nicht belassen. Der Sinn stand nach einer schwarzen Umfärbung des erzroten Molochs.

Sie war von Pannen sonder Zahl begleitet. Das begann mit der Wahl eines glücklosen Beamtengewerkschafters zum Präsidenten und endete mit der Aufhebung der gesamten Neustrukturierung durch den Verfassungsgerichtshof.

Die jetzige Konstruktion ist - dank beinharter Bevorzugung schwarzer Vertreter - auch nicht dazu angetan, den sensiblen Sektor zu beruhigen. Wie angespannt die Lage ist, zeigt die laufende Groteske um die Wahl eines Vorstandschefs, in der schwarze Wirtschaftsvertreter lieber rote Arbeitnehmer unterstützen als die eigenen. Zieht da gar die Gesundheitsministerin die Fäden, um die ungeliebte Selbstverwaltung endgültig ad absurdum zu führen?

Übrigens, wenn sich die Herrschaften auch am nächsten Freitag nicht einigen können und ihnen gar keine andere Bosheit mehr einfällt, hier ein kleiner Tipp: Hans Sallmutter tritt demnächst als Gewerkschaftsboss ab. Er hätte dann viel Zeit.

claudia.dannhauser@diepresse.com

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