Europa schließt mit Gewinnen

Börseschluss. Der Euro-Stoxx-50 hat am Mittwoch mit 2.975,09 Punkten um 33,33 Zähler oder 1,13 Prozent fester geschlossen.

Frankfurt am Main. Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach einem bewegten Handelstag einheitlich mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 33,33 Einheiten oder 1,13 Prozent auf 2.975,09 Zähler.

Marktbeobachter verwiesen zur Begründung für die Zugewinne vor allem auf positive Konjunkturnachrichten aus Europa. Das Hauptaugenmerk der Investoren lag erneut auf der Abend noch anstehenden Entscheidung der US-Notenbank Fed über eine Verringerung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe.

Die Aussichten auf eine mögliche Straffung der amerikanischen Geldpolitik hätten offenbar keinen negativen Einfluss auf die Stimmung, kommentierte ein Analyst. Die Mehrheit rechne zwar aktuell noch nicht mit einer Rückführung der Anleihekäufe, habe aber auch schon im September mit ihrer Einschätzung daneben gelegen, so ein Experte. Die Straffung der amerikanischen Geldpolitik dürfte eher ein allmählicher Prozess als ein dramatischer Richtungswechsel sein, hieß es dazu von einem Vermögensverwalter.

Der Ifo-Index, der die Stimmung der deutschen Wirtschaft misst, ist im Dezember wie erwartet gestiegen und hat den höchsten Stand seit April 2012 erreicht. Zudem ging die britische Arbeitslosenquote in den drei Monaten bis Oktober überraschend deutlich zurück.

Banken und Tech legen zu

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte Aufschläge auf breiter Front. Zu den stärksten Sektoren zählten Banken und Technologie. Aber auch Aktien aus dem Automobil-Bereich sowie Versicherer erfreuten sich reger Nachfrage.

Zu den größten Gewinnern im Euro-Stoxx-50 zählten GDF Suez mit einem Anstieg um 3,34 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 15,00 auf 19,30 Euro angehoben.

Die Aktien von RWE fielen hingegen leicht um 0,12 Prozent. Händler verwiesen auf einen Medienbericht über wohl enttäuschende Gebote für die Sparte Dea. Laut "Wall Street Journal" dürften die Angebote für die zum Verkauf stehende Öl- und Gastochter klar unter den zunächst angestrebten fünf Milliarden Euro liegen. Sie werden bis Mitte Jänner erwartet.

Bei den Bankwerten zeigten BBVA mit plus 2,11 Prozent stark auf, UniCredit konnten ein Kursplus in Höhe von 2,43 Prozent verbuchen. Deutsche Bank zählten hingegen mit minus 0,56 Prozent zu den wenigen Verlierern.

Gute Zahlen bei Tui

Unter den wenigen nachrichtenbewegten Einzelwerten ragten Tui Travel in London mit plus 1,05 Prozent heraus. Die Aktien des britischen Reiseveranstalters profitierten von positiv aufgenommenen Zahlen des Mutterkonzerns TUI. Die Papiere von Konkurrent Thomas Cook gewannen marginal um 0,06 Prozent.

Europas größter Touristikkonzern TUI hat dank der großen Reisefreude von Deutschen und Briten den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft. Im per 30.9. abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 sei ein Überschuss nach Minderheiten von 4,3 Mio. Euro erzielt worden nach 15,1 Mio. Euro Fehlbetrag im Vorjahr, teilte TUI mit. Analysten hatten 27,4 Mio. Euro Verlust erwartet. TUI-Aktien schlossen deutlich um 3,82 Prozent höher.

(APA)

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