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S&P entzieht EU die Bestnote bei der Kreditwürdigkeit

S&P entzieht EU die Bestnote bei der Kreditwürdigkeit
Imago (Rainer Unkel)
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Die Bewertung wurde wegen der schwächeren Verfassung der 28 EU-Mitgliedsländer von "AAA" auf "AA+" gesenkt.

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat der Europäischen Union (EU) bei der Beurteilung ihrer Kreditwürdigkeit die Bestnote entzogen. Die Bewertung sei wegen der schwächeren Verfassung der 28 EU-Mitgliedsländer von "AAA" auf "AA+" gesenkt worden, teilte S&P am Freitag in London mit. "Unserer Meinung nach hat die Kreditwürdigkeit der jetzt 28 EU-Mitgliedstaaten insgesamt abgenommen."

Als Grund für die schlechtere Note nannte S&P Spannungen bei den Verhandlungen über den EU-Haushalt. Diese signalisierten steigende Risiken, dass die EU in einigen Mitgliedstaaten an Rückhalt verlieren könnte. Der Entscheidung vorausgegangen war in den vergangenen Monaten außerdem eine Herabstufung der Ratings von Frankreich, Italien, Spanien, Malta, Slowenien, Zypern und den Niederlanden.

Barroso: "Nicht einverstanden"

Mit Unverständnis reagieren die EU-Spitzen auf die herabstufung. "Nicht einverstanden" hat sich EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso gezeigt. Die EU habe "null Defizit, null Schulden", betonte Barroso am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel. "Wir stimmen mit dieser Einschätzung nicht überein."

"Die EU ist eine extrem glaubwürdige Finanzorganisation", sagte Barroso. Die bisherigen Leistungen der EU in dieser Hinsicht seien "perfekt" gewesen. "Die Herabstufung wird uns Weihnachten nicht verderben", merkte EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy an.

--> Die Ratings der EU-Länder und der USA

(APA/dpa/Reuters)