UniCredit steigt bei angeschlagener Alitalia ein

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Die Bank-Austria-Mutter beteiligt sich mit 50 Millionen Euro an der Kapitalerhöhung der Airline.

Die Bank-Austria-Mutter UniCredit ist bei der krisengeschüttelten Alitalia eingestiegen. Die italienische Großbank beteiligte sich mit 50 Millionen Euro an der Kapitalerhöhung zur Rettung der angeschlagenen Fluggesellschaft und zählt jetzt zu den neuen Aktionären Alitalias, berichteten italienische Medien am Samstag.

Neue Aktionäre der Fluggesellschaft sind auch die italienische Post, die sich mit 75 Millionen Euro an der Kapitalaufstockung beteiligt hat, sowie die Investmentgesellschaft des Unternehmers Antonio Percassi, Odissea. Die Kapitalerhöhung im Wert von 300 Mio. Euro ist Teil eines von der Regierung entworfenen Rettungspakets, das Alitalia über Wasser halten soll, bis ein neuer Großpartner gefunden ist.

700.000 Euro Verlust täglich

Die französisch-niederländische Airline Air France-KLM hatte bis vor kurzem einen Anteil von 25 Prozent und verweigerte die Teilnahme an einer Kapitalerhöhung. Heute besitzt der Konzern sieben Prozent an Alitalia, die täglich einen Verlust von 700.000 Euro einfliegt.

Alitalia sucht einen neuen Partner, um langfristig aus der Verlustzone zu fliegen. Ein Interessent für eine Minderheitenbeteiligung von bis zu 49 Prozent soll nach Presseberichten die arabische Etihad sein. Alitalias Geschäftsführer Gabriele Del Torchio sprach jedoch von "verschiedenen Hypothesen" einen internationalen Partner betreffend. Nach dieser Kapitalerhöhung setze das Unternehmen darauf, dass 2014 ein Jahr des Neuaufschwungs werde, sagte der Geschäftsführer.

(APA)

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