L¡szl³ S³lyom - Jurist aus "Kleinglauben"

Als Jugendlicher wollte der neue ungarische Staatspräsident L¡szl³ S³lyom eigentlich Musiker werden. Aus einem "Kleinglauben" heraus entschied er sich dann aber doch für die sichere Seite - und schlug die juristische Laufbahn ein.

Sein Karriereweg führte ihn nach Abschluss seines Studiums 1964 steil nach oben: S³lyom wurde an die Ungarische Akademie der Wissenschaften berufen und war als Universitätsprofessor tätig. Den Zenit seiner juristischen Laufbahn erreichte er 1990, als er zum ersten Präsidenten des ungarischen Verfassungsgerichtshofes gewählt wurde. Die unter seiner Ägide ergangenen Urteile, die unter anderem zur Abschaffung der Todesstrafe führten und die Meinungsfreiheit stärkten, waren Meilensteine der Rechtsauslegung nach dem Kollaps des Kommunismus im Jahr 1989.

Politisch engagierte sich S³lyom zum ersten Mal Ende der 80er-Jahre. 1987 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Ungarischen Demokratischen Forums (MDF), das später die erste demokratisch gewählte Regierung (1990 bis 1994) anführte. Er war allerdings nie Parteimitglied des MDF. In den Wirren der politischen Wende 1989 nahm S³lyom als Rechtsexperte an den legendären Verhandlungen am "Runden Tisch" teil, die der ungarischen Demokratie den Weg ebneten.

S³lyoms größte Herzensangelegenheit ist seit langem der Umweltschutz. Schon in den 80er-Jahren engagiert er sich aktiv bei diversen Umweltschutzorganisationen. (pbo)

Zur Person

Name: L¡szl³ S³lyom
Geboren: Am 3. Jänner 1942 in P©cs (Fünfkirchen) als Sohn eines Juristen.
Familie: S³lyom ist mit einer Lehrerin verheiratet; die beiden haben zwei Kinder und neun Enkelkinder.
Freunde über ihn: Der ökobewusste Rechtsexperte sei "integer", "souverän", "unbeeinflussbar" _ und verfüge über eine gehörige Portion "Selbstironie".

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