BMW 118i: Des Einsteigers goldene Mitte

Zwischen Einsteiger und Top-Modell der 1er-Reihe platziert BMW den 118i – mit 129 PS und den bekannten Marken-Tugenden.

Mit dem Einstieg von BMW ist ordentlich Bewegung in die Kompaktklasse gekommen. Damit weiter keine Langeweile aufkommt, haben die Bayern den 118i nachgeschoben – für jene, denen die 115 PS des Einsteiger-BMW (116i) zu wenig, die 150 PS des Top-Modells (120i) zu viel sind.
Wie bei seinen Brüdern wurde das Aggregat (mit mehr als alltagstauglichen 129 PS) hinter markanten Doppelscheinwerfern verstaut, die das Gesicht der 1er-Serie dominieren. Diese Formen gehen fließend in die sportlichen Linien über, die den gesamten Baby-BMW auszeichnen.

Freude am Heckantrieb

Im Cockpit weicht innovatives Design deutscher Gründlichkeit: Saubere Verarbeitung, alles wirkt absolut hochwertig, nichts wackelt. Obwohl, mit dem Hang zum sportlichen Styling ist BMW etwas übers Ziel geschossen: Die interessant geformte Rückspiegel sind zu klein geraten. Beim Innenspiegel kann man sich damit trösten, dass ein größerer Spiegel bei der kleinen Heckscheibe wenig bringen würde – weshalb sich in der reichhaltigen BMW-Zubehörliste auch eine Parkhilfe findet. Der bisherige Einstieg in die BMW-Welt, die 3er-Serie, war platzmäßig kein Raumwunder. Diese Tradition setzt der 1er nahtlos fort. Dem Fahrer passt das Cockpit wie ein feiner, geschneiderter Maßanzug, während es im Fond für größer gewachsene Passagiere mit der Kniefreiheit schnell zu Ende ist. Der Kofferraum ist mit 330 Liter auch nicht gerade üppig ausgefallen. Dort liegt übrigens kein Reserverad oder Reifendicht-Set herum. Wie seine Brüder besitzt der Bayer serienmäßig Reifen mit Notlaufeigenschaften.

Dem Trend zum originellen Starten kann sich BMW nicht verschließen. Ein Startknopf im Armaturenbrett vermittelt Motorsport-Feeling – wenn es auch etwas umständlich umgesetzt wurde: Den elektronischen Schlüssel in den Schlitz stecken, nochmals nachdrücken, die Anzeigen fahren leuchtend hoch und dann darf der Startknopf gedrückt werden. Der Motor quittiert das mit einem leisen Schnurren. Wie gewohnt ist die Verarbeitung bei BMW, Stichwort: Lärmdämmung, exzellent. Zu spüren bei Autobahn-Geschwindigkeiten und kräftigem Beschleunigen, bei dem kerniger, nicht aber protzig-lauter Sound aus dem Auspuff röhrt.

Straffes Fahrwerk

Gleichzeitig steigt der Spaß mit der Drehzahl. Im oberen Bereich herumzuwühlen, das Gefühl des anschiebenden Heckantriebs im gepflegten Ambiente – das macht einfach Freude. Vor allem, da der 118i mit agilem Handling und einer ausgewogenen Lenkung überzeugt, die den 118i präzise, stabil und absolut sauber durch die Kurven zieht. Unterstützt wird diese Charakteristik von einem sportlich-straffen Fahrwerk, das nicht zu hart ausfällt.

Der Einstieg beginnt beim 118i mit 24.300 Euro. In der „nackten Einsteiger-Version“ bietet er: 16 Zoll-Räder, Reifenpannenanzeige, elektrisches Stabilitätsprogramm DSC samt Differenzialsperre und Traktionsregelung. Und – für den Fall der Fälle – sechs Airbags (fünf Sterne im EuroNCAP Crashtest). Wer 1884 Euro drauf legt, bekommt das (notwendige) Österreich-Paket: Klimaautomatik, höhenverstellbarer Beifahrersitz, Nebelscheinwerfer und Radio.

Weiteres Aufrüsten ist, wie von BMW gewohnt, kein Problem, sondern eine Frage des Preises. Egal ob Leder, Sprachsteuerung für das Navigationssystem, elektrisch verstellbare Sitze oder Regensensor.

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