Mazda5: Sportlicher Sushi-Express

Praktische Schiebetüren, dynamisches Design und intelligentes Raumkonzept.

Es war Zeit zu gehen. Der Auftritt wirkte niedlich, aber plump; der Buckel (die unförmige Dachlinie von der Motorhaube bis zum Heck): hässlich. Mazdas Kompakt-Van Premacy ist Geschichte.

Der Nachfolger bügelt diese Schwächen aus, heißt Mazda5 und tritt (für einen Kompakt-Van) betont sportlich an: dynamische Linien­führung und ästhetische Form; zusätzlich eine Premiere in der Kompakt-Van-Klasse: Schiebetüren, zwei Stück, serienmäßig. Und die vermitteln nicht den geringsten Hauch von Lieferwagenflair.

Die wunderschön integrierten Türen gleiten elegant zur Seite und öffnen einen 70 Zentimeter breiten Spalt. Das bringt einen bequemen Einstieg in die zweite und dritte Sitzreihe, wobei letztere für Passagiere recht erträglich, aber nicht langstreckentauglich ist.

Das Motto im Inneren lautet „Karakuri“. Das ist nicht die Geschichte mit Schwert, Ehre und Selbstmord, sondern orientiert sich an der japanischen Faltpuppe. Nach diesem Prinzip lassen sich Sitzkissen der zweiten Reihe vor-, um- und zurückklappen; bei umgelegten Sitzen ergibt das in eine ebene Ladefläche mit bis zu 1566 Liter Stauraum – ohne die Kopfstützen abzunehmen.

Sitze zum Falten

In der zweiten Reihe wird weitergefaltet. Der mittlere Sitz wird zusammengeklappt und als Arm­lehne verwendet. Ergibt in ­Summe sechs Einzelsitze. Wobei die ­Sitze der zweiten Reihe ­einige Zentimeter nach vorne beziehungsweise ­zurückgeschoben werden ­können. Das vermittelt Raumgefühle wie (ehemals) in der Flugzeug-­Business-Class.
Technisch läuft der Mazda5 auf derselben Plattform wie sein Bruder Mazda3 und damit wie Ford Focus und Volvo S40/V50. Also Fahrzeuge, die durchaus einen sportlichen Stil pflegen.

Den Genen verpflichtet wirkt der Kompakt-Van selbst mit dem Einsteigeraggregat, einem 1,8-Liter-Benziner (116 PS/165 Nm/Spitze 182 km/h), ausreichend motorisiert, ist im oberen Drehzahlbereich aber ein bisserl laut. Faszinierend ist das ausgeglichene Fahrwerk und die präzise Lenkung. Beide sorgen dafür, dass das ESP schwer aus der Reserve zu locken ist. Das ist beim 7-Sitzer um 24.600 Euro Einstandspreis serienmäßig ebenso an Bord wie Antischlupfregelung, Bordcomputer, CD-Player etc.

In Kürze kommen die Dieselmodelle in Österreich auf den Markt: ein 2,0-Liter-Common-Rail (110 PS/310 Nm) und die aufgebohrte 2,0-Liter-Version (143 PS/360 Nm) mit einem Verbrauch von 6,3 Litern auf 100 km.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.