Wunden lecken bei den Grünen

W
enn Minderheiten gut orga nisiert werden, können sie Mehrheiten erreichen." Mit Verbitterung analysiert ein Grüner Insider, was sich in den vergangenen Tagen bei der Wiener Partei abgespielt hat.

Sieg für den Fundi-Flügel auf ganzer Linie: Monika Vana wurde (neben David Ellensohn) zweite nichtamtsführende Stadträtin, Martin Margulies sicherte sich den prestigeträchtigen Platz im Kontrollausschuss; Claudia Sommer-Smolik wurde Vize-Chefin; die Aufdeckerin des Lainz-Skandals, Sigrid Pilz, ging leer aus; kein deklarierter Realo auf einem Spitzenposten - mit Ausnahme von Parteichefin Maria Vassilakou, die trotz allem fest im Sattel sitzt. Die Gruppe um Margulies hat alles besser vorbereitet, erklärt ein Grüner Mandatar. Margulies hätte sich bereits im Vorfeld den Kontrollausschuss gesichert; die neuen Mandatare - darunter viele Realo - seien dann gegen die Realo-Fraktion um Pilz aufgehetzt worden mit der Argumentation: "Die Neuen müssen eine Chance und einen Posten bekommen." Es entwickelte sich eine Eigendynamik, worauf Sigrid Pilz die Abstimmung um den zweiten Kontrollausschuss-Platz gegen Waltraut Antonov verlor; ihr blieben nur noch ihre Gesundheitsthemen. Jetzt ist Wunden lecken angesagt: "Nachdem alle die Auswirkungen gesehen haben", so ein Insider, "tut es einigen bereits leid. Die würden heute nicht mehr so stimmen."


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