Globetrotter

Wer isst denn schon gern „Bitterkeit“, Genosse Xi

China. Die Wirtschaft des Landes wächst nicht mehr so, wie von der Führung erhofft. Die Probleme sind dabei überwiegend hausgemacht.

Was haben Wladimir Putin und Xi Jinping, der russische und der chinesische Machthaber, gemeinsam? Den Hass auf den Westen und seine Werte im Allgemeinen und die USA im Besonderen sowieso; wohl auch ihre Kontrollsucht und ihre Besessenheit, Sicherheit und Stabilität wahren zu müssen. Vor allem aber zeichnet beide ihre Verachtung für das Leben der einfachen Bürger in ihren Ländern aus. In Russland wie in China zählt ein Menschenleben wenig, umso größeres Gewicht hat das Kollektiv.

Putin zeigt das täglich mit seiner Ignoranz gegenüber den russischen Soldaten, die auf den Schlachtfeldern in der Ukraine zerfetzt werden. Xi Jinping wiederum nahm achselzuckend in Kauf, dass die abrupte Abkehr von der Null-Covid-Politik im vergangenen Spätherbst vermutlich ein bis zwei Millionen Todesopfer gefordert haben dürfte.

Zuletzt ließ ihn die Flutkata­strophe im Umland von Peking und Tianjin völlig unbewegt. Weder besuchte er die vom Starkregen heimgesuchten Überschwemmungsgebiete, noch versprach er den Opfern staatliche Wiederaufbauhilfe. Er traf sich lieber mit führenden Genossen im Nobelbadeort Bei­daihe.

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