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"Boykott unsinnig": Auch Strache fährt nach Sotschi

PRAeSIDIALKONFERENZ: STRACHE
StracheAPA/GEORG HOCHMUTH
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Der FPÖ-Chef verteidigt zugleich die Reise von Bundeskanzler Faymann zu den Winterspielen.

Von der Opposition erntete Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) wegen seiner Reise zu den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi zuletzt vor allem Kritik, Unterstützung bekommt nun von ungewöhnlicher Seite: Auch er werde nach Sotschi fahren, sagt FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Sonntagsausgabe). Kritik an Faymanns Teilnahme versteht er nicht.

"Ein Boykott wäre unsinnig", so der FPÖ-Chef. In Sotschi ginge es darum, die österreichischen Spieler zu unterstützen und nicht "immer wieder solche unsinnigen Boykottforderungen zu erheben, die nichts bringen".

Russland stand zuletzt wegen seiner restriktiven Anti-Homosexuellen-Gesetzgebung in der Kritik. International verzichten einige Spitzenpolitiker auf eine Reise zu den Olympischen Spielen und entsenden lediglich die Sportminister. Sotschi fernbleiben werden etwa der französische Präsident Francois Hollande oder Deutschlands Staatsoberhaupt Joachim Gauck, Kanzlerin Angela Merkel hat über eine Teilnahme noch nicht entschieden.

Nähe zu Putin

Strache und die FPÖ haben sich in der Vergangenheit immer wieder äußerst freundlich gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gezeigt. Nach den Betrugsvorwürfen bei der Duma-Wahl im Dezember 2011, die zu wochenlangen Anti-Regierungsprotesten führten, gratulierte der FPÖ-Chef etwa der Putin-Partei "Geeintes Russland". Berichte über Unregelmäßigkeiten wies er als "unfair" zurück.

 

(APA)